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Erneuerbare Energien: Deutsche Unterstützung für Nigeria

09.03.2015 - Artikel

Im Rahmen der bilateralen Energiepartnerschaft mit Nigeria hat das Auswärtige Amt den Bau einer Solar-Wind-Hybridanlage zu Ausbildungszwecken in Kainji unterstützt - nun fand die feierliche Einweihung statt.

Feierliche Einweihung der Anlage
Feierliche Einweihung der Anlage© GIZ

Im Rahmen der bilateralen Energiepartnerschaft mit Nigeria hat das Auswärtige Amt den Bau einer Solar-Wind-Hybridanlage zu Ausbildungszwecken in Kainji unterstützt - nun fand die feierliche Einweihung statt.

Im zentralnigerianischen Kainji ist eine sichere Stromversorgung keine Selbstverständlichkeit – zuletzt fiel dort der Strom gleich über mehrere Monate aus. In Zukunft sollen Sonne und Wind dazu beitragen, die Versorgungssicherheit der Stadt zu erhöhen.

Die Hybridanlage in Kainji, Nigeria, wurde im Rahmen der bilateralen Energiepartnerschaft gefördert.
Die Hybridanlage in Kainji, Nigeria, wurde im Rahmen der bilateralen Energiepartnerschaft gefördert.© GIZ

Am 27. Februar eröffneten der Staatssek­retär im nigerianischen Stromministerium, Botschafter Godknows Igali, und der stellvertretende Deutsche Botschafter in Nigeria, Klemens Mömkes, in Kainji eine Wind-Solar-Hybridanlage mit einer Gesamtkapazität von 25 Kilowatt.

Energieproduktion und Training ausbauen

Das Kleinkraftwerk dient jedoch nicht nur der Stromversorgung, sondern ist gleichzeitig eine Trainingsanlage für angehende Techniker, die ihre Ausbildung im "National Power Training Institute of Nigeria" (NAPTIN) absolvieren. Das Projekt ist Teil eines vom Auswärtigen Amt finanzierten Vorhabens, in dessen Rahmen seit 2009 die Ausbildungskapazitäten von NAPTIN im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gestärkt wurden.

Schon seit 2008 verbindet Deutschland und Nigeria eine bilaterale Energiepartnerschaft, in der gerade den Erneuerbaren Energien eine besondere Bedeutung zukommt.

Trainingsanlage für angehende Techniker
Trainingsanlage für angehende Techniker© GIZ

Die Kapazitäten zur Stromerzeugung in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas betragen nur etwa 4.000 bis 5.000 Megawatt - zum Vergleich: In Deutschland waren 2014 knapp 184.000 Megawatt installiert. Gerade im Norden des Landes ist der Zugang zu den im Süden vorhandenen fossilen Energieträgern kaum möglich. In Verbindung mit guten Sonnen- und Windbedingungen bietet der Norden deshalb sehr gute Voraus­setzungen für den Einsatz Erneuerbarer Energien.

Beitrag zu Energiesicherheit und Klimaschutz

Durch die Unterstützung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nigeria leistet Deutschland nicht nur einen Beitrag zur Erhöhung der Energiesicherheit und Stabilität des Nordens, sondern trägt durch den Ersatz der Abgas emittierenden Dieselgeneratoren auch zum Klimaschutz bei.

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