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Bau von sicheren Lagern für Waffen und Munition in Somalia

02.09.2015 - Artikel

Das Auswärtige Amt fördert in Somalia die Errichtung von sicheren Waffen- und Munitionslagern durch die Mines Advisory Group (MAG).

Das Auswärtige Amt fördert in Somalia die Errichtung von sicheren Waffen- und Munitionslagern durch die Mines Advisory Group (MAG). Diese Lager sollen verhindern, dass gefährliches Material in die falschen Hände gerät. Dazu wird auch die Ausbildung der Sicherheitskräfte finanziert, die diese Lager künftig bewachen werden.

Projektbesuch des stellvertretenden Botschafters Resch im somalischen Hargeisa
Projektbesuch des stellvertretenden Botschafters Resch im somalischen Hargeisa© Auswärtiges Amt

Bei dem Projekt arbeitet das Auswärtige Amt mit lokalen Behörden, Sicherheitskräften und den Vereinten Nationen zusammen. In einem ersten Schritt wurden sechs Waffen- und Munitionslager in den Regionen South Central und Puntland gebaut. Diese entsprechen sowohl den International Ammunition Technical Guidelines (IATG) als auch den International Small Arms Control Standards (ISACS).

In der zweiten Phase des Projekts baut oder renoviert die MAG ab September 2015 sieben weitere Waffenlager in der Region Puntland und bis zu 20 Waffenschränke. Diese kommen dort zum Einsatz, wo der Bau eines Waffen- oder Munitionslagers aufgrund der geringen Materialmenge nicht notwendig ist. Um auch hier die korrekte Nutzung der geförderten Einrichtungen zu ermöglichen, durchlaufen weitere 58 Sicherheitskräfte spezielle Schulungen.

„Mit diesem Vorhaben zeigt Deutschland Profil im sensiblen Sicherheitsbereich. Die gute Kooperation mit den somalischen Partnern belegt das gewachsene Vertrauensverhältnis in einem komplexen Umfeld“, meint Christian Resch, stellvertretender Botschafter für Somalia.

Im Rahmen der VN-Resolutionen 2093, 2111, 2142 und 2182 wurde das über Somalia verhängte Waffenembargo teilweise gelockert, um den Kampf gegen die Al-Shabaab Milizen zu ermöglichen. Da staatliche Bestände an Waffen und Munition immer wieder Ziel von Milizen und bewaffneten Gruppen werden, ist die Kontrolle dieser Waffen ein zentraler Faktor für die Stabilisierung der Region. Auch besteht immer wieder die Gefahr von unkontrollierten Explosionen, wenn Munition nicht fachgerecht gelagert wird. Deutschland verfolgt hier sowohl sicherheits- als auch entwicklungspolitische Ziele und unterstützt damit den Friedensprozess in der Region.

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