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Deutschland fördert Minenräumung in Albanien

10.07.2015 - Artikel

Das Auswärtige Amt wird die Minen- und Kampfmittelräumung in Albanien mit 250.000 EUR unterstützen. Dazu haben beide Länder am 6. Juli 2015 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Das Auswärtige Amt wird die Minen- und Kampfmittelräumung in Albanien mit 250.000 EUR unterstützen. Dazu haben beide Länder am 6. Juli 2015 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Durch den Vertrag wird die Arbeit des „Albanian Mine Monitoring and Coordination Office“ (AMMCO) bis zum Jahresende 2016 gesichert. Damit ist die Fortführung der Säuberung von Kampfmitteln und somit die Abwehr einer Gefährdung der Bevölkerung, sowie die weitere Nutzung der gesäuberten Flächen durch die albanischen Streitkräfte gewährleistet.

Folge der Plünderungen im Jahr 1997

Botschafter Hellmut Hoffmann und UNDP-Vertreterin Zineb Touimi-Benjelloun bei der Vertragsunterzeichnung
Deutschland fördert Minenräumung in Albanien© Auswärtiges Amt

1997 wurden während Plünderungen von militärischen Munitions- und Waffendepots in Albanien zahlreiche Explosionen ausgelöst. Dadurch wurden militärische Anlagen und das umliegende Gelände mit Sprengstoff und nicht explodierter Munition kontaminiert. Zahlreiche dieser Flächen stellen eine Gefahr für die Bevölkerung und die albanischen Soldaten dar. Eine Säuberung der Flächen wurde in den vergangenen Jahren nur oberflächlich und nicht nach internationalen Standards vorgenommen. In der Folge kam es vielfach zu Unfällen mit Verletzten und Toten. Die Sicherung der Flächen und militärischen Anlagen stellt vielfach ein Problem dar, da die Bevölkerung auf der Suche nach Altmetall Absicherungsmaßnahmen unterläuft.

Projekt bis Ende 2016

Der Vertrag zur Förderung von AMMCO beläuft sich auf 250.000 Euro und wurde durch Botschafter Hellmut Hoffmann und UNDP-Vertreterin Zineb Touimi-Benjelloun am 06.07.2015 unterzeichnet. Von August 2015 bis Ende 2016 wird damit die Weiterführung der Kampfmittelräumung gewährleistet. Die Vertragsunterzeichnung fand im Beisein des stellvertretenden Verteidigungsministers Koçi und des Kommandeurs des Unterstützungskommandos der albanischen Streitkräfte Brigadegeneral Dogjani statt. Weiterhin waren der Leiter von AMMCO, Braha, und der Projektleiter des VN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Maklaj, zugegen.

Einsatz erfahrener Spezialisten

Modernstes Minensuchgerät im Einsatz
Deutschland fördert Minenräumung in Albanien© Photothek

AMMCO ist eine unabhängige Organisation, die als Projekt durch UNDP geführt wird. AMMCO besteht aus Spezialisten der Schwerpunktbereiche Sprengstoffe, Minenabwehr und Munitionsvernichtung. Viele Mitarbeiter sind ehemalige Soldaten aus dem Bereich „Explosives Ordnance Disposal“ und verfügen über langjährige Erfahrung in der Beseitigung von nicht explodierter Munition. Aufgabe von AMMCO ist es auch, geräumte Flächen zu kontrollieren und nach internationalen Standards für eine erneute Nutzung zu zertifizieren. Somit kann eine geräumte Fläche gefahrlos durch die albanischen Streitkräfte genutzt werden. Eine Gefährdung der Bevölkerung wird auch durch begleitende Aufklärungsmaßnahmen deutlich reduziert.

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