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Biosicherheit: Neues Forschungslabor für gefährliche Krankheitserreger in Kasachstan

07.04.2015 - Artikel

Zur Einweihung eines neuen Forschungslabors zum Umgang mit Fleckfieber- und Enzephalitis-Erreger in Zecken fand ein internationaler Workshop in Almaty statt. Die Zusammenarbeit ist Teil des Deutschen Biosicherheitsprogramms.

Am 28. und 29. März 2015 fand im kasachischen Almaty erstmalig ein internationaler Workshop zum Thema "Durch Zecken übertragene Infektionskrankheiten" statt. Anlass war die Einweihung eines neuen Forschungslabors zum Umgang mit Fleckfieber- und Enzephalitis-Erregern in Zecken. Die Stärkung der deutsch-kasachischen Zusammenarbeit im Gesundheitssektor ist Teil der Bemühungen im Rahmen des Deutschen Biosicherheitsprogramms.

Teilnehmende aus Deutschland, Kasachstan und Kirgisistan
Teilnehmende aus Deutschland, Kasachstan und Kirgisistan© AA

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der deutschen Generalkonsulin in Almaty, Renate Schimkoreit, und von Shalginbay Zhandossov, dem Direktor des kasachischen Wissenschaftlichen Zentrums für Gesundheitsepidemiologische Expertise. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Kasachstans, Kirgisistans und Deutschlands kamen zur Konferenz zusammen. Dabei wurde ein Labor eingeweiht, in dem künftig das Vorkommen gefährlicher Fleckfieber- und Enzephalitis-Erreger in Zecken untersucht wird. Ziel ist es, den Zugang zu diesen Erregern zu erschweren und den sichere Umgang mit ihnen zu fördern. Der Workshop und die Einweihung des Labors finden im Rahmen des Deutschen Biosicherheitsprogramms statt.

Biologische Sicherheit in Partnerländern stärken

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen des Deutschen Biosicherheitsprogramms Partnerländer dabei, den verantwortlichen Umgang mit Forschung und Forschungsergebnissen und die öffentliche Gesundheit zu fördern. Neben diesem Aspekt der Gesundheitssicherstellung soll das Programm primär zur Stärkung biologischer Sicherheit beitragen. Konkret zielt die außen- und sicherheitspolitische Zielsetzung des Programms darauf ab, den Missbrauch von biologischen Stoffen, pathogenen Erregern und Toxinen im Rahmen von kriminellen Handlungen oder terroristischen Anschlägen zu minimieren.

Zu diesem Zweck wurden im Rahmen des Programms die erforderlichen Maßnahmen zur Renovierung und Ausstattung des Labors in Almaty in Kooperation mit dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMBw) aus München vor Ort umgesetzt. Durch das Deutsche Biosicherheitsprogramm wird der sichere Umgang mit gefährlichen Krankheitserregern gefördert. Es wird gleichzeitig auch dazu beigetragen, die Ziele des Biowaffenübereinkommens (BWÜ) zu erreichen.

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