Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Deutschland unterstützt Biosicherheit in Afrika

08.04.2015 - Artikel

Bei einem internationalen Expertentreffen in Jaunde stand der Ausbau der regionalen Kooperation im Fokus, um die Ausbreitung gefährlicher Viren zu verhindern. Beispiel hierfür ist ein Regionalprojekt des Friedrich-Löffler-Instituts mit Kamerun.

Bei einem internationalen Expertentreffen in Jaunde stand der Ausbau der regionalen Kooperation im Fokus, um die Ausbreitung gefährlicher Viren in der Region zu verhindern. Beispiel hierfür ist ein Regionalprojekt des Friedrich-Löffler-Instituts mit kamerunischen Wissenschaftlern.

Gruppenbild
Gruppenbild der Teilnehmer zusammen mit Botschafter Keferstein, dem Director General von Lanavet Dr. Souley Abdoulkadiri und den Mitarbeitern des FLI, Melanie Rissmann und Prof. Martin Groschup© AA

In Jaunde (Kamerun) haben sich vom 24. bis 26. März Expertinnen und Experten aus Kamerun, Kenia, Mauretanien, Sierra Leone, der Demokratischen Republik Kongo und Deutschland gemeinsam mit der Internationalen Atomenergie-Organisation sowie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen getroffen. Ziel war es, sich auf gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung der Biosicherheit in der Region zu verständigen. Das Treffen wurde durch den deutschen Botschafter in Jaunde, Klaus-Ludwig Keferstein, und den kamerunischen Minister für Viehzucht und Landwirtschaft, Dr. Taiga, eröffnet. Beide Redner gingen insbesondere auf die Bedeutung von regionaler Kooperation ein, um die Ausbreitung gefährlicher Viren in der Region zu verhindern.

Regionalprojekt des Friedrich-Löffler-Institut gestartet

Im Rahmen eines Regionalprojektes des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) fand zudem erstmalig ein Treffen in Kamerun statt. Zwei kamerunische Wissenschaftler sind bereits am FLI auf der Insel Riems im Greifswalder Bodden geschult worden. Das Institut ist ein Partner des Auswärtigen Amtes im Rahmen des Deutschen Partnerschaftsprogramms für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung (Deutsches Biosicherheitsprogramm).

Das Projekt des FLI zielt auf die Stärkung der regionalen Kapazitäten beim Nachweis und der Diagnose von Viren ab, die gefährliche Krankheiten auslösen können. Beispiele hierfür sind das Krim-Kongo-Fieber, das Rifttalfieber und zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionen durch Paramyxoviren. Durch den Aufbau regionaler Kapazitäten soll der Ausbruch gefährlicher, hoch ansteckender Krankheiten schnell erkannt und deren Ansteckung eingedämmt werden. Zudem sollen die Ursachen schnell ausfindig gemacht und beseitigt werden.

Deutschland unterstützt im Rahmen des vom Auswärtigen Amts initiierten Deutschen Biosicherheitsprogramms Partnerländer dabei, den verantwortlichen Umgang mit Forschung und Forschungsergebnissen zu fördern, die öffentliche Gesundheit zu stärken und zur Minimierung von biologischen Risiken in den Partnerländern beizutragen. Das Programm soll die unbeabsichtigte Verbreitung biologischer Gefahrenstoffe verhindern und den Ziele der biologische Sicherheit im Rahmen der Globalen Partnerschaft dienen. Es wird von führenden deutschen Fachinstituten in Zusammenarbeit mit Partnerländern umgesetzt.

Zum Weiterlesen

Verwandte Inhalte

Schlagworte