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Fortbildung für mehr Kleinwaffenkontrolle in Afrika

12.12.2014 - Artikel

Vom 16. bis 20. November 2014 trafen sich Vertreter von afrikanischen Staaten gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten im sudanesischen Khartum, um sich über Möglichkeiten der Kleinwaffenkontrolle auszutauschen und fortzubilden.

Vom 16. bis 20. November 2014 trafen Vertreter von afrikanischen Staaten gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten im sudanesischen Khartum, um sich über Möglichkeiten der Kleinwaffenkontrolle auszutauschen und fortzubilden.

Eröffnung der Fortbildung am 17.11.2014 in Khartum
Eröffnung der Fortbildung am 17.11.2014 in Khartum© BICC/Nikhil Acharya

Die Fortbildung ist die erste ihrer Art Art im Sahelraum, der seit den Bürgerkriegen in Libyen und in Mali in besonderem Maße vom Problem der Kleinwaffen­proliferation betroffen ist.

Gemeinsam mit einem internationalen Trainerteam aus Abrüstungsspezialisten der Bundeswehr, des Österreichischen Bundesheers, der Universität Coventry und des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC) vertieften die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Demokratischen Republik Kongo, Mali, Sudan, Südsudan, Tschad sowie der Zentralafrikanischen Republik Praxiswissen zur sicheren Lagerung von Waffen und Munition. Ebenso im Fokus standen internationale Kontrollmechanismen wie das Kleinwaffenaktions­programm der Vereinten Nationen und der Arms Trade Treaty.

Den Rahmen für den Kurs bildet das Regionale Abkommen zur Kleinwaffen­kontrolle (SARCOM) dessen Sekretariat sich seit 2012 in Khartum befindet. Zu den Vertragsstaaten von SARCOM gehören neben dem Sudan die Demokratische Republik Kongo, Libyen, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Der Südsudan hat seit Ende 2013 Beobachterstatus im SARCOM-Prozess.

Die Mitgliedstaaten von SARCOM haben sich zu einem verstärkten Informationsaustausch und zur Koordination bei der grenzüberschreitenden Bekämpfung der Kleinwaffenproliferation verpflichtet. Darüber hinaus existiert eine gemeinsame Grenzschutztruppe aus sudanesischen und tschadischen Kräften, eine ähnliche Einheit ist auch an der Grenze mit Libyen im Aufbau.

Das Auswärtige Amt unterstützt den SARCOM Prozess seit Mai 2012 vor allem über das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC), das mit zwei internationalen Experten im Sudan tätig ist.

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