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Zerstörung sowjetischer Altmunition, Antipersonenminen und Kleinwaffen in der Ukraine

18.02.2015 - Artikel

Mitten in Europa lagern noch immer große Mengen an Waffen und Munition aus Altbeständen der ehemaligen Sowjetunion. Deutschland beteiligt sich an einer NATO-Initiative zur Zerstörung dieser gefährlichen Bestände.

Mitten in Europa lagern noch immer große Mengen an Waffen und Munition aus Altbeständen der ehemaligen Sowjetunion. Sie stellen für die Ukraine und ihre Nachbarländer ein erhebliches Umwelt- und Sicherheitsrisiko dar. Deutschland beteiligt sich an einer NATO-Initiative zur Zerstörung dieser gefährlichen Bestände.

Zu Zeiten des Kalten Krieges wurden auf dem Territorium der heutigen Ukraine große Mengen konventioneller Munition und Waffen gelagert. Eine große Anzahl existiert weiterhin. Schätzungen gehen von sieben Millionen Kleinwaffen und bis zu zwei Millionen Tonnen konventioneller Munition aus.

Beseitigung erheblicher Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Zerlegen von Munition
Zerlegen von Munition© AA

Die Lagerbedingungen dieser Waffen bergen für die Zivilbevölkerung wie auch die Infrastruktur erhebliche Risiken. Seit 2004 gab es in Munitionsdepots mehrere Explosionen mit mehreren Toten und Verletzten. Die Ukraine hat es sich mit Unterstützung ihrer Partner zur Aufgabe gemacht, gefährliches und veraltetes Material unschädlich zu machen und zu vernichten.

Treuhandfonds zur Vernichtung von Altmunition, Kleinwaffen und Antipersonenminen

Die NATO unterstützt Partnerländer bei der Reform ihres Sicherheits- und Verteidigungssektors und hat dafür unterschiedliche Treuhandfonds eingerichtet, in die Geberländer einzahlen können. Seit 2012 beteiligt sich Deutschland mit einer Einzahlung in den Treuhandfonds, welcher die Vernichtung von konventioneller Munition, Klein- und Leichtwaffen sowie Antipersonenminen zum Ziel hat.

Konventionelle Munition nach der Zerstörung
Konventionelle Munition nach der Zerstörung© AA

Insgesamt sollen im Zeitraum von 2012 bis 2019 drei Millionen Antipersonenminen, 76.000 Tonnen konventionelle Munition und mehr als 366.000 Kleinwaffen vernichtet werden.

Seit 2012 hat das Auswärtige Amt 1,3 Millionen Euro für den Erwerb von Maschinen zur Zerlegung von Antipersonenminen, sowie für die Vernichtung von 1.192.000 Antipersonenminen und 2.800 Tonnen konventioneller Munition aufgewandt.

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