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Deutschland fördert Entwicklung und Umsetzung von internationalen Standards der Kleinwaffenkontrolle

Kleinwaffe mit Munition

Kleinwaffe mit Munition, © picture alliance / dpa

02.01.2014 - Artikel

Deutschland fördert im Jahr 2014 die Umsetzungsphase für ISACS, einem Softwareinstrument im Bereich der Anwendung von Kleinwaffenstandards. Das Projekt hilft, Ausbildungsangebote zu entwickeln und Entwicklungsländer sowie internationale Organisationen bei der Einführung der Software zu unterstützen.

Deutschland fördert im Jahr 2014 die Umsetzungsphase des Softwareinstruments zur Anwendung von Kleinwaffenstandards ISACS (International Small Arms Control Standards) mit 236.000 Euro. Das Projekt sieht die Entwicklung von Ausbildungsangeboten und die Unterstützung der Einführung der Software in Entwicklungsländern und internationalen Organisationen vor. Nach der Förderung der ersten zwei Phasen (Entwicklung in 2012, Pilotierung in 2013) hat Deutschland damit insgesamt ca. 450.000 Euro in die Verbreitung und Anwendung der Standards investiert.

Das Projekt wird von der wissenschaftlichen Forschungsstelle der Abrüstungsabteilung der Vereinten Nationen UNIDIR mit Sitz in Genf sowie dem Monterey Institute of International Studies umgesetzt. Mit der Entwicklung einer Anwendung mit Indikatoren für die Kleinwaffenkontrolle wird eine lange beklagte Lücke in den Instrumenten der Kleinwaffenkontrolle geschlossen. Das Kleinwaffenaktionsprogramm wird dadurch operationalisierbar gemacht. Sowohl Geberstaaten erhalten die Möglichkeit der Prüfung von Umsetzungskriterien des Kleinwaffenaktionsprogramms, des internationalen Nachverfolgungsinstruments sowie des Feuerwaffenprotokolls, als auch Entwicklungsländer und Industriestaaten ein Instrument, um mögliche Defizite in der eigenen Politik zu identifizieren.

Im August 2012 war nach vierjähriger Entwicklungsarbeit die International Small Arms Control Standards (ISACS) vorgestellt worden. An der Entwicklung dieses Kompendiums der Kleinwaffenkontrolle waren bis zu 300 Experten beteiligt, darunter auch mehrere aus Deutschland. Auf der Grundlage der ISACS ist es künftig möglich, Indikatoren und Benchmarks für die Kleinwaffenkontrolle zu entwickeln und so Staaten einen Maßstab an die Hand zu geben, nach dem sie ihre nationalen Maßnahmen auf diesem Gebiet bewerten und verbessern können. Die entwickelte Software macht diese handhabbar.

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