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Appell für eine chemiewaffenfreie Welt in der Dresdner Frauenkirche

02.02.2016 - Artikel

Als Vertreter der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) - Friedensnobelpreisträger des Jahres 2013 - hat Botschafter Ahmet Üzümcü am 01.02. eine Rede in der Dresdner Frauenkirche gehalten.

Als Vertreter der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) - Friedensnobelpreisträger des Jahres 2013 - hat Botschafter Ahmet Üzümcü am 01.02. eine Rede in der Dresdner Frauenkirche gehalten. Darin rief er dazu auf, den Kampf für weltweite Abrüstung trotz Rückschlägen beharrlich fortzusetzen. Im Rahmen des Wettbewerbs „Schüler treffen Nobelpreisträger“ zeichnet der deutsche OPCW-Botschafter Christoph Israng die Urheber des Blogs „Eine Welt mit Chemiewaffen“ aus.

Raum für die Stimmen der Friedensstifter

Teilnehmer des Schülerwettbewerbs in der Frauenkirche
Teilnehmer des Schülerwettbewerbs in der Frauenkirche© Stiftung Frauenkirche Dresden / Steffen Füssel

Als Ort des Friedens und der Versöhnung hat es sich die Frauenkirche zur Aufgabe gemacht, den Stimmen der Friedensstifter Raum zu geben. Zum dritten Mal hat sie nun einen Friedensnobelpreisträger für eine Rede gewonnen, der seine Gedanken zu Abrüstung und globaler Befriedung öffentlich formuliert: Botschafter Ahmet Üzümcü, der als Generaldirektor im Jahr 2013 stellvertretend für die Organisation für das Verbot Chemisches Waffen (OPCW) den Nobelpreis entgegengenommen hatte.

„Die Suche nach Frieden ist der wichtigste Teil unserer Humanität. Wahre Abrüstung ist daher nichts anderes als die Wiederaufrüstung unserer Menschlichkeit“, erklärte Botschafter Üzümcü in seiner Rede. „So wie man Stein auf Stein setzt, kann Abrüstung ein großes und vielschichtiges Friedensgebäude stützen.“ 400 Zuhörer, darunter Gäste aus der Politik, der internationalen Diplomatie und zivilgesellschaftlicher Gruppen, folgten der engagierten Rede.

Abrüstung - harte Arbeit voller Rückschläge

Darin charakterisierte Üzümcü Massenvernichtungswaffen als unmenschlich und willkürlich sowie den Kampf dagegen als Bemühen, das fundamentale Menschenrecht auf Frieden und Sicherheit durchzusetzen. Botschafter Üzümcü verwies darauf, dass alle Bemühungen zur Dezimierung oder gar Abschaffung von Massenvernichtungswaffen im Zeitalter der Globalisierung nur als gemeinsame, nationenübergreifende Anstrengung erfolgreich sein werden.

Botschafter Üzümcü schloss mit der Feststellung, dass unsere Vorstellung von Frieden von Idealen geleitet sei. Diese allein aber reichten nicht aus. Es bedürfe umfassender und durchsetzbarer Regeln. Abrüstung bleibe dabei ein unverzichtbarer Grundsatz. „Es ist harte Arbeit und oftmals voller Rückschläge. Aber wir dürfen nicht aufgeben.“

Schüler treffen Nobelpreisträger

Die Urheber des Blogs Eine Welt mit Chemiewaffen
Die Urheber des Blogs „Eine Welt mit Chemiewaffen“© Stiftung Frauenkirche Dresden / Steffen Füssel

Anlässlich des Besuchs des OPCW-Generaldirektors wurden auch 59 Schülerinnen und Schüler geehrt, die am Wettbewerb „Schüler treffen Friedensnobelpreisträger“ teilgenommen hatten. Der deutsche Botschafter bei der OPCW, Christoph Israng, überreicht als Jurymitglied für das Auswärtige Amt einen Preis an die Urheber des Blogs „Eine Welt mit Chemiewaffen“. Das Webjournal war von zehn Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresden erstellt und eingereicht worden. Botschafter Israng würdigte die kluge Wahl der Kommunikationsform, da sie Thematik für eine neue Zielgruppe erschließe. „Die ästhetisch hochwertig gestalteten Schwarzweiß-Fotografien des Beitrags vermitteln eine gewisse Trostlosigkeit und drücken überzeugend das Entsetzen über den Einsatz chemischer Waffen aus. Die ergänzenden Texte sind treffend gewählt. Diese sehr authentische und kreative Auseinandersetzung mit dem Thema hinterlässt einen bleibenden Eindruck.“

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Deutsches Engagement für Abrüstung

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