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Mobiles Labor übt Einsatz in Mali

23.11.2015 - Artikel

Ein von Deutschland bereitgestelltes Labor hat in Mali seine Einsatzfähigkeiten unter Beweis gestellt. Das mobile Labor wurde im Rahmen des Deutschen Biosicherheitsprogramms in Mali stationiert und ist eine deutsch-französische Kooperation, mit der präventive Sicherheit für das Sahel-Land unterstützt wird. Mit ihm kann der Ebola-Erreger sicher diagnostiziert werden. Diese Woche wurde die Einsatzbereitschaft des Labors in einer Feldübung erfolgreich geübt.

Großes Medieninteresse am mobilen Laborsystem.
Großes Medieninteresse am mobilen Laborsystem.© GIZ

"Wir haben einen Gesundheitsnotfall. Eine unbekannte Krankheit breitet sich rasant aus!" Mit diesen Worten begann die erste Feldübung des mobilen Labors in Mali. Sie ist der diesjährige Höhepunkt einer deutsch-malischen Partnerschaft, bei der Laborkapazitäten zur Seuchenbekämpfung in dem westafrikanischen Land gestärkt werden.

Übungsort: das Gelände einer Sanitätskaserne

In der Hauptstadt Bamako machte sich die aus Experten bestehende malische Laborcrew daran, ihre Laborausrüstung in spezielle Transportkoffer zu verpacken. Dies geschieht unter den wachsamen Augen der Ausbilder des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr, die extra für die Übung nach Mali gereist sind. Anschließend folgte die Verlegung an den Einsatzort der Übung. Der ist eine halbe Stunde von der Hauptstadt Bamako entfernt und bietet beste Trainingsvoraussetzungen: Auf dem Gelände einer Sanitätskaserne kann die Laborcrew unter schwierigen Bedingungen ihre Fähigkeiten beweisen. Geübt werden neben der Verlegung des Labors die Probenannahme, Inaktivierung des Materials, die Diagnose und Notfallmaßnahmen im Fall einer Kontamination.

Enge Kooperation bei der Bekämpfung biologischer Risiken

Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft informierten sich im Labor.
Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft informierten sich im Labor.© GIZ

An einem Tag der offenen Tür konnten sich Vertreter aus Gesellschaft und Politik einen Eindruck von der Arbeit des Labors machen. Es kamen zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft. Bei Führungen durch das Labor zeigten sie sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Laborsystems und den Fähigkeiten der malischen Laborcrew. Unter den Ehrengästen waren der deutsche Botschafter Dietrich Becker, der Vertreter der malischen Gesundheitsministerin Dr. Lamine Diarra und Général Mahamane Touré, der Generalkommandeur der malischen Armee. Alle drei würdigten in ihren Ansprachen den Beitrag des mobilen Labors zur Kontrolle gefährlicher biologischer Risiken. Und sie betonten die enge Kooperation der Projektpartner aus Mali, Deutschland und Frankreich bei der Bekämpfung biologischer Risiken.

Gemeinsames Projekt von Bundeswehr, GIZ und der französischen Stiftung Mérieux

Botschafter Becker im Gespräch mit General Touré, Generalstabschef der malischen Armee.
Botschafter Becker im Gespräch mit General Touré, Generalstabschef der malischen Armee.© GIZ

In diesem Projekt des Deutschen Biosicherheitsprogramms arbeiten Experten der Bundeswehr mit zivilen Mitarbeitern der GIZ und der französischen Stiftung Mérieux zusammen. Gemeinsam werden malische Experten in der Nutzung des mobilen Labors ausgebildet. Das Labor selbst wurde vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr entwickelt und an die zivile Nutzung bei Seuchenausbrüchen angepasst. Während der Ebola-Krise wurde das Labor von Deutschland an Mali gespendet, um den Ebola-Ausbruch besser bekämpfen zu können. Jetzt werden an dem Labor malische Experten ausgebildet, um für den nächsten Seuchenausbruch oder einen biologischen Unfall besser vorbereitet zu sein.

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