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Deutsch-Sudanesische Partnerschaft zur Stärkung der Biosicherheit

07.09.2015 - Artikel

Die Universität von Khartum nimmt am deutschen Partnerschaftsprogramm für Biosicherheit teil. In diesem Rahmen prämierte der deutsche Botschaft im Sudan Rolf Welberts die beste Masterarbeit zum Thema und eröffnete eine Trainingsreihe für sudanesische Wissenschaftler.

Die Universität von Khartum, Sudan, nimmt am deutschen Partnerschaftsprogramm für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung teil. Im Rahmen dieser Kooperation wurde am 3. Juni 2015 ein Preis für die beste Masterarbeit zum Thema Biosicherheit an der Universität von Khartum verliehen. Gleichzeitig eröffnete der deutsche Botschafter im Sudan eine Trainingsreihe zur Stärkung biologischer Sicherheit.

Preis für die beste Masterarbeit

Direkter Austausch unter Programmteilnehmerinnen
Direkter Austausch unter Programmteilnehmerinnen© Robert Koch Institut

Die Universität von Khartum ist Partner des Deutschen Partnerschaftsprogramms für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung des Auswärtigen Amtes. Dort wurde am 3. Juni 2015 durch das Robert Koch Institut (RKI) der Preis für die beste Masterarbeit im Studiengang M.Sc. Genetics and Molecular Biology übergeben. Von deutscher Seite hielt der deutsche Botschafter Rolf Welberts eine Laudatio auf die Preisträgerin und betonte den Wert der Zusammenarbeit mit dem RKI.

Im Zuge der Preisvergabe eröffnete Botschafter Welberts gemeinsam mit hochrangigen Vertretern des sudanesischen Gesundheitsministeriums eine Trainingsreihe zur Ausbildung sudanesischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich Biosicherheit. Der erste Teil dieser insgesamt sechsteiligen Trainingsreihe widmete sich der Risikobewertung und -minimierung im Labor sowie der Vermittlung didaktischer Methoden. Die vierzehn sudanesischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen nationalen Institutionen brachten sich mit viel Engagement ein.

Trainingsreihe des Robert Koch Instituts

Teilnehmende des Biosicherheitstrainings in Khartum
Teilnehmende des Biosicherheitstrainings in Khartum© Robert Koch Institut

Die sudanesischen Partner lernen in den kommenden zehn Monaten durch die Trainingsreihe des Robert Koch Institutes, künftig als Multiplikatoren für eine Ausbildung im Bereich biologischer Sicherheit in ihren Instituten tätig zu sein. Dies stärkt die sichere Laborpraxis im Umgang mit hoch ansteckenden Krankheitserregern und ist damit ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Biosicherheit und der erfolgreichen Bewältigung künftiger Krankheitsausbrüche.

Alle Aktivitäten sind Teil des deutschen Partnerschaftsprogramms für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung des Auswärtigen Amtes. Dieses finanziert eine Vielzahl von Projekten in mehr als zwanzig Ländern, hauptsächlich in Afrika und Asien, mit einer Laufzeit von drei Jahren (2013 bis 2016). Ziel des Programmes ist es, Partnerländer bei der Kontrolle von biologischen Sicherheitsrisiken - wie dem vorsätzlichen Missbrauch von Erregern und Toxinen aber auch dem natürlichen Ausbruch hochpathogener Krankheiten oder Pandemien - zu unterstützen. Damit soll der Missbrauch biologischer Erreger, der auch für Deutschland gefährlich werden könnte, verhindert werden. Dies kommt den Gesundheitssystemen in den Partnerländern, aber auch der internationalen Sicherheit zu Gute.

Im Sudan wird das Deutsche Partnerschaftsprogramm durch das Robert Koch-Institut und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gemeinsam mit den sudanesischen Partnern umgesetzt.

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