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Gemeinsam illegalen Waffenhandel stoppen

Illegaler Waffenhandel - ein Sicherheitsrisiko.

Illegaler Waffenhandel - ein Sicherheitsrisiko., © photothek

12.07.2018 - Artikel

Wie eine neue Initiative für bessere Kleinwaffenkontrolle die Westbalkan-Staaten sicherer macht.

Die illegalen Waffenbestände auf dem Westbalkan sind ein großes Sicherheitsrisiko – nicht nur für die Länder in der Region selbst. Viele der Waffen landen in Mitgliedstaaten der EU. Die Schnellfeuergewehre, mit denen die Attentäter von Paris ihre menschenverachtenden Anschläge verübten, hatten sie sich über illegale Kanäle aus der Balkan-Region beschafft.     

Eine Frage der Sicherheit – auch für Deutschland

Die Regierungschefs von acht EU- und sechs Westbalkan-Ländern haben auf ihrem Gipfel in London  am Dienstag (10.07.) einen Fahrplan zur umfassenden Kleinwaffenkontrolle bis 2024 beschlossen. Der Ausgangspunkt dafür war eine gemeinsame Initiative von Deutschland und Frankreich. Mit dem Fahrplan zur Kleinwaffenkontrolle sollen illegale Waffen- und Munitionsströme in der Region eingedämmt und die hohen illegalen Waffenbestände aus Bürgerkriegszeiten unter Kontrolle gebracht werden. Schätzungen zufolge befinden sich noch bis zu 6 Millionen Kleinwaffen aus Kriegszeiten in der Region.

Schritt in Richtung EU

Für die Westbalkan-Staaten ist die Initiative auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg Richtung Europäische Union. Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien haben sich seit den neunziger Jahren rasant entwickelt. In vielen Bereichen liegen die Staaten von EU-Standards allerdings noch weit entfernt. Insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit sind Reformen nötig.

Waffenhandel Schritt für Schritt austrocknen

Nach dem Beschluss des Gipfels in London werden die Westbalkan-Staaten nun nach einem gemeinsam abgestimmten Fahrplan ihre Waffengesetze den EU-Standards anpassen, die Fahndung nach illegalen Waffen verbessern und noch effektiver gegen Waffenschmuggel vorgehen. Die Umsetzung der einzelnen Reformschritte wird dabei regelmäßig ausgewertet.

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