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EU und Nordamerika

25.11.2020 - Artikel

Die Europäische Union und die Region Nordamerika sind eng vernetzt: Die USA bleiben Europas wichtigster Sicherheits- und Wirtschaftspartner. Kanada verbindet eine enge politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit der EU.

Eine historisch enge wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenarbeit

Flaggen der EU und der USA
Flaggen der EU und der USA© photothek.net

Die Verbindung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika hat historische Wurzeln: Die Entscheidung der USA, sich 1945 nicht, wie nach Ende des Ersten Weltkriegs, aus Europa zurückzuziehen, sorgte für ein Element der Stabilität und Sicherheit in Zeiten des Kalten Krieges. Dies ermöglichte es, das Projekt der europäischen Einigung anzugehen. Somit war das Zusammenwachsen Europas nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl eine historische Leistung der Europäer als auch ein Erfolg weitsichtiger amerikanischer Außenpolitik.

Wirtschaftlich sind Nordamerika und die EU die am stärksten miteinander verflochtenen Regionen weltweit. Transatlantischer Handel und wechselseitige Investitionen schaffen Wachstum und Arbeitsplätze in der EU und den USA. Im Jahr 2019 waren die USA der größte Abnehmer für Waren aus der EU und der zweitgrößte Exporteur von Waren in die EU. 2019 exportierte die EU Waren im Werte von 384 Milliarden Euro in die USA und importierte von dort Waren für 232 Milliarden Euro (Eurostat). US-Amerikanerinnen und -Amerikaner investierten dreimal so viel in der EU wie in ganz Asien. EU-Bürgerinnen und -Bürger investierten achtmal so viel in den USA wie in China und Indien zusammengenommen (Quelle Eurostat).

Die EU ist dabei zentral für die Bündelung der Interessen Deutschlands und seiner europäischen Partner, etwa im Handelsbereich. Mit nur gut 10 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaften die EU und die USA rund 46 Prozent des Weltbruttosozialprodukts, zeichnen für ca. ein Drittel des weltweiten Handels und ein Drittel aller Patentanmeldungen verantwortlich. Sie vereinen 60 Prozent der weltweiten Direktinvestitionen auf sich. 

Auch Kanada und seine Gesellschaft sind aufgrund der Geschichte tief mit europäischen Traditionen verbunden. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten und Institutionen ist sehr eng. Ein „Strategisches Partnerschaftsabkommen“ dient seit 2016 der Vertiefung der Kooperation zwischen der EU und Kanada, insbesondere zu den Themen der internationaler Friedens- und Sicherheitspolitik, Weltordnungspolitik, Energie, Forschung und Entwicklung, Umwelt und Klimawandel.

Seit 2018 wird der EU-kanadische Handel über das gemeinsame Handelsabkommen CETA geregelt. Das führte 2019 zu einer Steigerung des Handelsvolumens um 4,5 Prozent.

Kanada unterstützt Missionen der Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU in der Ukraine, Kosovo, Mali, Irak und Palästina.

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