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EU und USA

18.12.2019 - Artikel

Die USA bleiben Europas wichtigster Sicherheits- und Wirtschaftspartner. Auf Regierungsebene finden regelmäßig Konsultationen und hochrangige Besuche in beide Richtungen statt. Wirtschaftlich sind die USA und die EU die am stärksten miteinander verflochtenen Regionen weltweit.

Flaggen der EU und der USA
Flaggen der EU und der USA© photothek.net

Die Verbindung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika hat historische Wurzeln: Die Entscheidung der USA, sich 1945 nicht, wie nach Ende des Ersten Weltkriegs, aus Europa zurückzuziehen, sorgte für ein Element der Stabilität und Sicherheit in Zeiten des Kalten Krieges.

Dies ermöglichte es, das Projekt der europäischen Einigung anzugehen. Somit ist das Zusammenwachsen Europas nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl eine historische Leistung der Europäer, als auch ein Ergebnis weitsichtiger amerikanischer Außenpolitik.

Wirtschaftskooperation und wirtschaftliche Verflechtung

Die EU und die USA sind die weltweit am stärksten miteinander vernetzten Wirtschaftsregionen. Mit nur gut 10 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaften sie 46 Prozent des Weltsozialprodukts, zeichnen für 50 Prozent der Weltproduktion, ca. 1/3 des weltweiten Handels und 1/3 aller Patentanmeldungen verantwortlich. Sie vereinen 60 Prozent der weltweiten Direktinvestitionen auf sich.

2018 lag der transatlantische Warenhandel bei 811,3 Mrd. US-Dollar. Noch mehr als der reine Handel tragen gegenseitige Investitionen zur Verflechtung der Volkswirtschaften bei. Die EU-Mitgliedstaaten hielten Ende 2017 ca. 2.569 Mrd. US-Dollar an Investitionsbeständen in den USA, die US-Direktinvestitionen in der EU betrugen 2.183 Mrd. US-Dollar.

Herausforderungen und Chancen

Das transatlantische Verhältnis muss sich angesichts aktueller Herausforderung neu bewähren. Der Rückzug der USA aus wichtigen internationalen Verträgen, wie dem Nuklear-Abkommen mit dem Iran oder dem Pariser Klimaabkommen, haben Partnerstaaten verunsichert. Transatlantische Differenzen bestehen aktuell auch über die Instrumente der internationalen Politik, wie etwa den Einsatz unilateraler Handelszölle oder von Sanktionen mit extraterritorialer Wirkung.

Gerade vor diesem Hintergrund ist die Intensivierung des transatlantischen Dialoges mit den USA von entscheidender Bedeutung. Nur so können wir gemeinsame Herausforderungen, z.B. bei regionalen sicherheitspolitischen Fragestellungen, der Terrorbekämpfung oder der Modernisierung der Welthandelsorganisation, angehen und unsere gemeinsamen Interessen und Werte verteidigen.

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