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Stabilität in der Region stärken - Konferenz zur Lage der syrischen Flüchtlinge

29.10.2014 - Artikel

Auf Bitten der Nachbarstaaten Syriens und der Vereinten Nationen (VN) hat Außenminister Steinmeier am 28. Oktober 2014 gemeinsam mit Entwicklungsminister Müller und dem VN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres zu einer Konferenz zur Lage der syrischen Flüchtlinge eingeladen. Zu dem Treffen kamen Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Staaten und internationalen Organisationen.

Syrische Flüchtlinge in der Türkei
Syrische Flüchtlinge in der Türkei© picture-alliance/dpa

Auf Bitten der Nachbarstaaten Syriens und der Vereinten Nationen (VN) hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier am 28.10.2014 gemeinsam mit Entwicklungsminister Gerd Müller und dem VN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres zu einer Konferenz zur Lage der syrischen Flüchtlinge eingeladen. Zu dem Treffen im Auswärtigen Amt kamen Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Staaten und internationalen Organisationen.

Die syrische Flüchtlingskrise ist in ihrer Dimension einzigartig. Die Vereinten Nationen schätzen, dass derzeit über 9 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Rund 6,5 Millionen Menschen sind intern vertrieben, über 3,2 Millionen Menschen sind aus Syrien in die Nachbarländer - insbesondere Libanon, Jordanien, Türkei und Irak - geflohen. Die Lage hat sich durch das Vordringen der Terrororganisation ISIS noch dramatisch verschlechtert.

Nachhaltige Unterstützung für Aufnahmestaaten

Syrische Kinder im Flüchtlingscamp in Za´atari
Syrische Kinder im Flüchtlingscamp in Za´atari© dpa / picture alliance

Die Dimension des Flüchtlingszustroms stellt die Aufnahmeländer vor enorme Herausforderungen. So machen im Libanon syrische Flüchtlinge inzwischen mehr als ein Viertel der Bevölkerung aus. Infrastruktur, Schulen und Krankenhäuser sind vielerorts völlig überlastet. Soziale Spannungen werden zur Belastung für die Stabilität der Nachbarländer.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage, wie die internationale Gemeinschaft die Flüchtlinge und ihre Aufnahmestaaten besser und nachhaltiger unterstützen kann.

Zugleich war sie ein Signal der Solidarität an die Region, dass die Welt die durch den Syrienkonflikt ausgelöste Flüchtlingskrise trotz neuer regionaler und weltweiter Herausforderungen nicht aus den Augen verliert.

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