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Iran: Atomverhandlungen in wichtiger Phase

09.11.2013 - Artikel

Außenminister Westerwelle ist nach Genf gereist, um an den laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran teilzunehmen. Diese befinden sich nach der Ankunft mehrerer Außenminister in einer wichtigen Phase.

Außenminister Guido Westerwelle ist am Freitag (08.11.) kurzfristig nach Genf gereist, um an den laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran teilzunehmen. Die Verhandlungsrunde im Format der sogenannten "E3+3" unter Leitung der EU-Außenbeauftragen Catherine Ashton befindet sich in einer wichtigen Phase. Am Samstagmorgen machte der deutsche Außenminister deutlich, dass noch "harte Arbeit" vor der Verhandlungsgruppe liege. Ziel sei ein Ergebnis, das "unseren gemeinsamen Interessen" gerecht werde.

Außenminister Westerwelle bei den Iran-Verhandlungen in Genf
picture alliance / dpa

Außenminister Westerwelle nimmt seit Freitag an den laufenden Verhandlungen rund um das iranische Atomprogramm in Genf teil. Gemeinsam mit der EU-Verhandlungsführerin Catherine Ashton und seinen Amtskollegen Laurent Fabius aus Frankreich und William Hague aus Großbritannien will er einen gemeinsamen Versuch unternehmen, eine erste Verständigung der E3+3 mit dem Iran zu erreichen. US-Außenminister John Kerry unterbrach eine Nahost-Reise und ist am Freitag ebenfalls zu den Verhandlungen gereist. Am Samstag ist auch der russische Außenminister Sergej Lawrow in Genf eingetroffen.

Nach seiner Ankunft am Verhandlungsort hatte Westerwelle am Freitag erklärt:

"Die Atomverhandlungen mit Iran sind jetzt in einer wichtigen Phase. Wir wollen (...) in Genf gemeinsam darauf hinarbeiten, eine Verständigung auf den Weg zu bringen."

Die drei Außenminister Hague, Zarif und Westerwelle sowie die EU-Außenbeauftragte Ashton (v.l.n.r.) Anfang November in Genf
Die drei Außenminister Hague, Zarif und Westerwelle sowie die EU-Außenbeauftragte Ashton (v.l.n.r.) Anfang November in Genf© picture alliance / dpa

Nach seinem Eintreffen führte der deutsche Außenminister bilaterale Gespräche mit seinen Amtskollegen Fabius und Hague. Außerdem kam Westerwelle mit der EU-Außenbeauftragten Ashton zusammen und telefonierte mit US-Außenminister Kerry. Die Gespräche wurden Freitagnacht kurzzeitig unterbrochen und am Samstag in verschiedenen Formaten auf hoher Ebene fortgesetzt. Hierbei ist Außenminister Westerwelle gemeinsam mit der EU-Verhandlungsführerin Ashton und dem bitischen Außenminister Hague auch mit dem iranischen Außenminister Javad Zarif zusammengetroffen.

Die Verhandlungen finden unter der Leitung der EU-Außenbeauftragten Ashton statt.

Für eine diplomatische Lösung

Blick in den Verhandlungssaal
Blick in den Verhandlungssaal© picture alliance/dpa

Im E3+3-Format verhandeln die drei europäischen Staaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie die USA, Russland und China mit dem Iran. Nach der letzten Runde der Genfer Verhandlungen am 16. Oktober hatte Außenminister Westerwelle erklärt:

"Die Genfer Gespräche stärken unsere Hoffnung, dass eine diplomatische Lösung möglich ist, die unsere Sorgen über die Natur des iranischen Atomprogramms vollständig ausräumt. Der Auftakt ernsthafter, substanzieller Gespräche ist gelungen. Wir wollen das nun zügig fortführen."

Mehr zu den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm finden Sie hier.

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