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Der Indische Ozean - eine Region im Aufschwung

09.06.2015 - Artikel

Auf der "Indian Ocean Conference" diskutierten am 9. Juni 2015 Vertreterinnen und Vertreter aus der Region, Europa und den USA über Maritime Sicherheit und neue Handelswege im Indischen Ozean.

Außenminister Steinmeier bei der Eröffnung der Indian Ocean Conference
Außenminister Steinmeier bei der Eröffnung der Indian Ocean Conference© Photothek/Imo

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am 9. Juni 2015 die internationale Konferenz "The Indian Ocean - A Maritime Region on the Rise" eröffnet, die das Auswärtige Amt gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte. Eingeladen waren Vertreter aus der Region, aus Europa und den USA. Die Konferenz sollte den Blick für die wachsende Bedeutung des Indischen Ozeans schärfen und neue Formen der außen- und wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit ausloten.

"Für Deutschland und Europa ist es höchste Zeit, die Region des Indischen Ozeans genauer in den Blick zu nehmen" - mit diesen Worten eröffnete Außenminister Steinmeier die Indian Ocean Conference im Auswärtigen Amt in Berlin. Vom "Pacific Pivot", dem Pazifischen Trend, sei in der Öffentlichkeit häufiger die Rede - doch auch der Indische Ozean sei schon seit über 2000 Jahren ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum.

Ein 2000 Jahre alter Kultur- und Wirtschaftsraum

Handelsrouten im Indischen Ozean
Handelsrouten im Indischen Ozean© AA

"Früher durchkreuzten Handelsschiffe den Indischen Ozean; Waren, Menschen und Ideen bewegten sich frei zwischen alten Kulturräumen der Menschheit am Indischen Ozean: Von Ostafrika, dem Horn von Afrika und der Arabischen Halbinsel über den Persischen Golf bis nach Südasien und Südostasien." Ein solches Zeitalter von Frieden, Austausch und Kooperation im Indischen Ozean könne erneut entstehen, so Steinmeier - aber dafür müsse man arbeiten.

Und genau hierfür sind sie alle nach Berlin gekommen: Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus der Region des Indischen Ozeans, den USA und Europa. In unterschiedlichen Expertenrunden und Panels diskutieren sie über Themen wie maritime Sicherheit und neue Handelswege. Dabei wollen die Gäste aus so unterschiedlichen Anrainerstaaten wie Mosambik, Australien, Jemen und Indien auch neue Formen der außen- und wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit ausloten.

Chancen und Herausforderungen der Region

Publikum im Weltsaal des Auswärtigen Amtes
Publikum im Weltsaal des Auswärtigen Amtes© Photothek/Imo

Denn die Chancen der Region sind laut Außenminister Steinmeier enorm: Schon jetzt lebe rund um den Indischen Ozean ein Drittel der Weltbevölkerung, der Handel wachse rasant - auch zwei Drittel aller Exportgüter aus Deutschland durchquerten den Indischen Ozean. Gleichzeitig stehe die Region aber vor großen Herausforderungen: 10 der 20 fragilsten Staaten der Welt lägen am Indischen Ozean, 70% aller Naturkatastrophen ereigneten sich hier.

"Ob Anrainer auf den Kontinenten oder Inselstaat, ob China, USA, Europa oder Deutschland - wir alle haben ein Interesse an einer friedlichen und florierenden Region Indischer Ozean", so das Fazit des Außenministers. Die Indian Ocean Conference solle den Anstoß geben, um gemeinsam an Perspektiven für die Region zu arbeiten - mit der Unterstützung Deutschlands, der Partner in Europa und weltweit.

Weitere Informationen

Rede von Außenminister Steinmeier zur Eröffnung der Indian Ocean Conference im Auswärtigen Amt

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