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ASEM: Asien und Europa nachhaltig verbinden

ASEM: Asien und Europa verbinden.

ASEM: Asien und Europa verbinden., © Ute Grabowsky/photothek.net

28.02.2018 - Artikel

Das Forum für mehr Austausch zwischen Europa und Asien feiert am 1. März seinen Gründungstag.

Seit mehr als zwanzig Jahren eine starke Verbindung zwischen zwei Kontinenten: Das „Asia-Europe Meeting“ ASEM macht seit dem 1. März 1996 einen immer intensiveren Austausch zwischen Europa und Asien möglich. Bei seiner Gründung hatte ASEM 26 Partner. Der Anstieg auf inzwischen 51 Partnerländer, zuzüglich der Regionalorganisationen EU und ASEAN, zeigt, welche Anziehungskraft das Forum seitdem entwickelt hat. Heute kommen nicht nur 60  Prozent der Weltbevölkerung aus ASEM-Partnerländern. ASEM steht auch für jeweils rund 60 Prozent des Welthandels und des globalen Bruttoinlandsprodukts.

Nachhaltigkeit als Grundlage

ASEM steht für 60 Prozent des Welthandels.
ASEM steht für 60 Prozent des Welthandels.© Pool/Michael Kappeler/ photothek.net

ASEM bietet eine Plattform für asiatisch-europäische Treffen zu einer Vielzahl von Themen und auf allen Ebenen. Angefangen von Staats- und Regierungschefs über Minister bis hin zu Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft. Im Oktober 2018 wird die Europäische Union den 12. ASEM-Gipfel in Brüssel ausrichten, zu dem die Staats- und Regierungschefs sowie die höchsten Repräsentanten der EU und ASEAN erwartet werden. Der Gipfel wird einen Schwerpunkt auf das Thema legen, das bei ASEM schon von Beginn an im Vordergrund stand: Konnektivität. Die dynamische wirtschaftliche und politische Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte macht deutlich, wie wertvoll der direkte Austausch und das Teilen von Expertise in den internationalen Beziehungen sind. 

Um die Verbindungen zwischen Asien und Europa noch konkreter und zielgerichteter zu gestalten, verabschiedeten die Außenminister der ASEM-Partner im November 2017 eine speziell auf ASEM zugeschnittene Definition für Konnektivität. Diese Definition, die sich zu dem Prinzip der Nachhaltigkeit bekennt, bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit der ASEM-Partner in Bereichen wie Transport, Energie und Wirtschaft. 

Von Schifffahrt bis Kultur 

Das beste Beispiel für Konnektivität im ASEM-Rahmen bieten aktuelle Fachtreffen: letztes Jahr trafen sich die ASEM-Zolldirektoren in Berlin, um durch den Austausch von Erfahrungen voneinander zu lernen und so die Zollverfahren der ASEM-Partner zu optimieren. Im April dieses Jahres beteiligt sich Deutschland an einem ASEM-Seminar zu Green Shipping in Singapur, bei dem Experten und Vertreter von Industrie und Wirtschaft über praktische Möglichkeiten diskutieren werden, wie sich kommerzielle Schifffahrt ökologischer, effizienter und nachhaltiger gestalten lassen könnte. Weitere Höhepunkte im ASEM-Kalender 2018 sind die Treffen der Kultur- und der Finanzminister im März und im April in Bulgarien. 

Nicht zuletzt ist ASEM auch ein Forum für den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Gesellschaften. Die Asia-Europe Foundation, die ihren Sitz in Singapur hat und von den ASEM-Partnern finanziert wird, organisiert jährlich zahlreiche Treffen, Workshops und mehrtägige Seminare in den ASEM-Partnerländern, die sich zum Beispiel an Studenten, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger richten. 

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