Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Wirtschaft, Entwicklung, Forschung: Chancen nutzen, Hemmnisse abbauen

Artikel

Afrika strotzt vor Potenzial. Deutschland engagiert sich, um die Chancen für die deutsche und die afrikanische Wirtschaft fair und nachhaltig zu nutzen.

Afrika strotzt vor Potenzialen: Eine junge, wachsende Bevölkerung, reiche Rohstoffvorkommen und kräftige Wachstumsraten. Im Durchschnitt ist der Lebensstandard trotzdem auf keinem Kontinent so niedrig wie hier. Mit welcher Strategie engagiert sich Deutschland, um die Chancen für die deutsche und die afrikanische Wirtschaft fair und nachhaltig zu nutzen?

Eine Schneiderin in Kigali arbeitet an einer Nähmaschine.
Eine Schneiderin in Kigali arbeitet an einer Nähmaschine.© Ute Grabowsky/photothek.net

Kein Kontinent wächst wirtschaftlich und demographisch so schnell wie Afrika. In den letzten zehn Jahren haben sich die Investitionen von deutschen Unternehmen verdoppelt. Das afrikanische Bruttoinlandsprodukt ist in der Zeit um 30 Prozent gewachsen. Das schlechte Image, das dem Kontinent in Sachen Wirtschaft anhaftet, passt schon seit Langem nicht mehr zu den dynamischen Entwicklungszahlen. Unter den 54 Ländern gibt es dabei allerdings sehr starke Unterschiede.

Politische Instabilität, Korruption und schlechte Infrastruktur behindern in vielen Staaten massiv Investitionen und damit auch die Entwicklung von mehr Wohlstand. Viele afrikanische Volkswirtschaften sind außerdem stark abhängig vom Rohstoffexport – was bei den schwankenden Preisen auf dem Weltmarkt hohe Risiken mit sich bringt.

Ein Kontinent im Aufbruch

Ingenieursausbildung im Projekt Integrated Polytechnical Reginal Center in Kigali.
Ingenieursausbildung im Projekt Integrated Polytechnical Reginal Center in Kigali.© Ute Grabowsky/photothek.net

Trotzdem schlägt sich die wachsende Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Afrikas schon im Welthandel nieder. Der Waren- und vor allem Rohstoffhandel mit dem Asien-Pazifikraum - insbesondere China - sowie Europa, Nordamerika, aber auch Indien wächst überproportional. Dies verstärkt zusätzlich die Nachfrage nach dem Ausbau von Infrastruktureinrichtungen wie Eisenbahn und Straßen, Pipelines sowie im Luftverkehr. Für die Exportnation Deutschland warten in Afrika noch riesige unerschlossene Potenziale.

Afrikanische Regionalorganisationen wie beispielsweise ECOWAS treiben derweil regionale wirtschaftliche Integrationsprojekte voran: Gemeinsame Märkte, Zoll- und Währungsunionen machen die Regionen für ausländische Investitionen und Kooperationen attraktiver. Deutschland setzt sich mit Instrumenten wie beispielsweise Investitions- und Exportgarantien für ein positives Wirtschaftsklima in Afrika ein und unterstützt insbesondere mittelständische deutsche Unternehmen, die in Afrika aktiv werden möchten.

Strategie für faires Wachstum

Mais auf einem Markt in Sokode/Togo.
Mais auf einem Markt in Sokode/Togo.© Ute Grabowsky/photothek.net

Die Bundesregierung verfolgt dabei eine umfassende Strategie für ein faires und nachhaltiges Wachstum in Afrika. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Das Auswärtige Amt stimmt sich darum eng mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie Durchführungsorganisationen wie der KfW und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ab.

Nachhaltiges Wachstum braucht Innovationen. Deutschland engagiert sich darum umfassend im Bereich Bildung und Forschung in Afrika. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kooperieren heute mit Partnern aus über 39 afrikanischen Ländern in über 500 Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Zudem bestehen über 550 Hochschulkooperationen. Das Auswärtige Amt unterstützt hierfür die Afrika-Initiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Zum Weiterlesen:

BMZ

GIZ

KfW