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Krisenprävention und Konfliktbewältigung in Afrika

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Afrika ist ein wichtiger Schwerpunkt der krisenpräventiven und friedenskonsolidierenden Maßnahmen der Bundesregierung.Ein vorrangiges Ziel ist die Stärkung afrikanischer Eigenverantwortung durch die Befähigung afrikanischer Partner zur erfolgreichen Krisenprävention und wirksamen Krisenreaktion.

Deutsche Polizistin im Einsatz für UNAMID
Deutsche Polizistin im Einsatz für UNAMID© BMI

Zivile Krisenprävention ist ein wichtiges außenpolitisches Instrument zur Gestaltung von Transformationsprozessen und zur kurzfristigen Stabilisierung fragiler bzw. konfliktbehafteter Staaten. Der Koalitionsvertrag misst der zivilen Krisenprävention eine besondere Bedeutung zu - ihre Strukturen sollen gestärkt und weiterentwickelt werden.

Aktionsplan "Zivile Krisenprävention"

Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am 12. November 2014 und am 6. Februar 2015 im Deutschen Bundestag den Vierten Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung des Aktionsplans "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" vorgestellt. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer "vorsorgenden Außenpolitik", deren Grundgedanke ist, besser vorsorglich in Frieden und Stabilität zu investieren, als am Ende zu spät eingreifen zu müssen.

Künftige Schwerpunkte der zivilen Krisenprävention sind vor allem die Stärkung von Staatlichkeit (unter anderem Rechtsstaataufbau, Polizeiaufbau, Sicherheitssektorreform), die Stärkung der multilateralen friedenssichernden Instrumente, etwa der Vereinten Nationen aber auch von Regionalorganisationen, sowie Friedensmediation, friedliche Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung. Nachhaltige Krisenprävention kann nur mit einem umfassendem Ansatz gelingen, der alle Politikfelder einschließt, insbesondere die Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltpolitik, und diese zu einem kohärenten Ganzen zusammenfügt (das sogenannte Konzept der "vernetzten Sicherheit").

Unterstützung der Friedens- und Sicherheitsarchitektur in Afrika

Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba
Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba© dpa/picture alliance

Ein sichtbares Beispiele hierfür ist der Bau eines von Deutschland finanzierten Gebäudes für die Abteilung Frieden und Sicherheit der Afrikanischen Union (AU), das 2015 an die AU übergeben werden soll. Die Bundesregierung fördert ebenso Langzeitprogramme zur Unterstützung der Friedens- und Sicherheitsarchitektur der AU. Weitere Maßnahmen stärken verlässliche zivile Polizeistrukturen in Afrika, unterstützen das Grenzprogramm der AU-Kommission (African Union Border Programme) und helfen beim Aufbau eines kontinentalen Konfliktfrühwarnsystems (CEWS).

Auch auf europäischer Ebene verfolgt die Bundesregierung diesen Ansatz, beispielsweise durch die Förderung von Trainingsmissionen der Europäischen Union (EUTM) in Mali und Somalia oder einen Beitrag zur sogenannten African Peace Facility über den Europäischen Entwicklungsfonds.

Zum Weiterlesen

Deutsches Engagement für Krisenprävention weltweit

Projektbeispiele der Krisenprävention

Tagungsbericht "The Journey to Extremism - Focus on Africa: Drivers, Incentives and the Tipping Point for Recruitment" (26.10.2017) PDF / 1 MB

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