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Die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC)

09.10.2014 - Artikel

Im Jahr 2000 schlossen sich Kenia, Uganda und Tansania nach Vorbild der Europäischen Union (EU) zur Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC) zusammen. Die Gemeinschaft hat sich den Grundsätzen Frieden, Stabilität und Wachstum verpflichtet.

Sitz der EAC in Arusha
Sitz der EAC in Arusha© GIZ-EAC Programme on Regional Integration

​​​​​​​Der Einrichtung einer Zollunion (2005), eines Gemeinsamen Markts (2010) und einer gemeinsamen Währung (beschlossen 2013) soll schließlich ein föderaler Staatenbund folgen. Die East African Community ist damit die wirtschaftlich und politisch am weitesten integrierte Regionalorganisation in Afrika. Die Weltbank sieht die EAC als „fastest reforming region“ mit 62 Wirtschaftsreformen über die letzten sieben Jahre.

Beschleunigte Integration in Kenia, Ruanda und Uganda

Der Handel innerhalb der EAC Mitgliedstaaten wurde in diesem Zeitraum verdoppelt und liegt bei über 20% aller Ausfuhren, ein Spitzenwert unter afrikanischen Regionalorganisationen. Derzeit schreiten Kenia, Ruanda und Uganda mit beschleunigter Integration voran (Infrastruktur, Energie, gemeinsames Touristenvisum).

Seit 1.Januar 2014 ist das einheitliche EAC-Zollgebiet (SCT) in Kraft getreten, mit dem die Zollabfertigung und der Transit von Gütern durch den Aufbau eines einheitlichen Zugangspunkts zur EAC-Zollunion (Single Point of Entry) vereinfacht werden soll. Das SCT-System konnte die benötigte Zeit für Dokumentation und mehrfache Deklarationen um ca. 90% senken.

Vorbild EU

Weitere politische Integrationsschritte stehen an, wie die Ausarbeitung einer EAC-Verfassung und die Stärkung des Sekretariats in Richtung einer Kommission nach dem Vorbild der EU. Dies erhöht das politische und wirtschaftliche Gewicht dieser Region beträchtlich.

Deutschland arbeitet seit der Gründungsphase eng mit der EACEast African Community zusammen. Schwerpunkte der deutschen Unterstützung sind Kapazitätsstärkung des Sekretariats, Wirtschaftsförderung sowie Frieden und Sicherheit. Für den Zeitraum 2013-2015 wurden für diese Bereiche von deutscher Seite insgesamt über 70 Mio. EUR zur Verfügung gestellt.

Die Bundesregierung hat zudem den Bau des Verwaltungsgebäudes für das EAC-Sekretariat, die parlamentarische Versammlung und den Gerichtshof in Arusha über die KfW-Entwicklungsbank mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro finanziert.

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