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Außenminister Steinmeier reist nach Afrika

24.03.2014 - Artikel

Steinmeier ist auf der ersten Etappe seiner Afrika-Reise in Äthiopien eingetroffen. Deutschland sieht die aufstrebenden Länder Afrikas als Partner bei der Lösung globaler Herausforderungen.

Außenminister Steinmeier ist in Addis Abeba eingetroffen
Außenminister Steinmeier ist in Addis Abeba eingetroffen© Photothek/Gottschalk

Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Morgen in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba eingetroffen. Mit seiner ersten Afrikareise in seiner zweiten Amtszeit möchte der Außenminister deutlich machen, dass Deutschland die aufstrebenden Länder Afrikas als Partner bei der Lösung globaler Herausforderungen ansieht und die entstehende wirtschaftliche und soziale Dynamik als Chance für beide Seiten begreift. Er bereist zwischen dem 23. und 27. März nacheinander Äthiopien, Tansania und Angola.

Deutschland nimmt die afrikanischen Staaten als immer wichtigere Akteure in der internationalen Politik wahr, mit denen man sich verstärkt auch über globale Herausforderungen austauschen will. Die Bundesregierung würdigt dabei die wachsende Eigenverantwortung der afrikanischen Staaten und den Aufbau einer afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur. Gleichzeitig dürfen fortbestehende Risiken durch Konflikte und schwache staatliche Strukturen nicht außer Acht gelassen werden. Die Reise des deutschen Außenministers kurz vor dem EU-Afrika-Gipfel, der Anfang April in Brüssel stattfinden wird, soll die Breite des deutschen Afrikaengagements im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich verdeutlichen.

Vor seiner Abreise nach Afrika sagte Steinmeier:

Afrika ist ein Kontinent im Aufbruch. Unser Nachbarkontinent hat sich in den vergangenen Jahren schneller verändert als unsere Wahrnehmung. Es lohnt sich, genau hinzuschauen und in die Partnerschaft mit Afrika mehr als bisher zu investieren.

Deshalb wolle die Bundesregierung afrikapolitische Leitlinien vereinbaren, auf deren Grundlage man das Engagement Deutschlands mit, in und für Afrika fokussieren und weiter ausbauen wolle. Der deutsche Außenminister weiter:

Alle drei Länder, die ich besuche, verzeichnen seit Jahren dynamisches Wachstum und setzen sich für regionale Integration und Entwicklung ein. Das ist genauso Teil der Wirklichkeit Afrikas wie die Konflikte in Mali, Somalia oder im Südsudan.

Äthiopien: Ausbau der afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur

Straßenszene in Addis Abeba
Straßenszene in Addis Abeba© dpa/picture alliance

Steinmeier ist am Montag (24.03.) zunächst in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba eingetroffen, wo er Gespräche mit der Kommissionsvorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Nkosazana Dlamini-Zuma, sowie mit dem äthiopischen Staatspräsidenten, dem Premierminister sowie dem Außenminister führen wird. Schwerpunkte der Gespräche werden die Rollen von AU und Äthiopien in Afrika sein: Die AU steht für afrikanische Eigenverantwortung bei der Ausgestaltung der Friedens- und Sicherheitsarchitektur für den gesamten Kontinent. Äthiopien übernimmt eine wichtige Vermittlerrolle in der Region, beispielsweise im Rahmen der Entwicklungsorganisation Intergovernmental Authority for Development für die Stabilität am Horn von Afrika, oder bei der Vermittlung im Konflikt zwischen Sudan und Südsudan. Die innenpolitische Lage in Äthiopien wird auch in einem Gespräch mit Vertretern der Zivilgesellschaft zur Sprache kommen.

Tansania: 50 Jahre bilaterale Beziehungen

Wirtschaftsmetropole Daressalam
Wirtschaftsmetropole Daressalam© dpa/picture alliance

Am Dienstag (25.03.) wird Tansania das zweite Reiseziel von Außenminister Steinmeier sein. In Daressalam wird er ebenfalls mit Vertretern von Regierung und Zivilgesellschaft zusammenkommen. Außerdem wird sich Steinmeier mit Studierenden zum Thema "50 Jahre bilaterale Beziehungen zwischen Tansania und Deutschland" austauschen. Beim Besuch des Infrastrukturprojekts eines Straßenbauunternehmens will sich der deutsche Außenminister vom wirtschaftlichen Entwicklungspotential des Landes überzeugen.

Angola: Eröffnung des Wirtschaftsforums

Hafen in Luanda
Hafen in Luanda© dpa/picture alliance

Die letzte Station auf Steinmeiers Reise ist Angola: Hier eröffnet der deutsche Außenminister am Mittwoch (26.03.) das deutsch-angolanische Wirtschaftsforum. Aufgrund der politischen Entwicklung nach dem Bürgerkrieg und großer Rohstoffvorkommen ist das Land auf dem besten Weg, zu einem wirtschaftlichen und politischen Schwergewicht in Subsahara-Afrika zu werden.

Auch in Luanda wird Steinmeier mit Regierungsvertretern und mit Repräsentanten von Opposition und Zivilgesellschaft zusammenkommen.

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