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Nicht vergessen, nicht wegsehen, nicht schweigen: Maas und Çavuşoğlu gedenken der Opfer von Solingen

Außenminister Maas und sein türkischer Amtskollege Çavuşoğlu am Mahnmal für die Opfer von Solingen.

Außenminister Maas und sein türkischer Amtskollege Çavuşoğlu am Mahnmal für die Opfer von Solingen., © Xander Heinl/photothek.net

29.05.2018 - Artikel

Zusammen mit seinem türkischen Amtskollegen hat Außenminister Maas beim Gedenken an den rechtsextremistischen Brandanschlag ein Zeichen gegen Intoleranz und Rassismus gesetzt.

25 Jahre nach dem rechtsextremistischen Brandanschlag von Solingen hat Außenminister Maas gemeinsam mit seinem türkischen Amtskollegen Çavuşoğlu der Opfer gedacht und zum Kampf gegen Intoleranz aufgerufen. „Wir alle können Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus etwas entgegensetzen“, sagte Maas in Solingen. Er rief dazu auf, jeden Tag aufs Neue in Deutschland und der Welt entschieden für Mitmenschlichkeit, Vielfalt und Toleranz einzutreten.

Bei dem Brandanschlag waren am 29. Mai 1993 fünf Mädchen und Frauen türkischer Herkunft getötet worden. Die Täter hatten Verbindungen zur rechtsextremen Szene.  An die Tat erinnert in Solingen ein Mahnmal, das aus mehreren tausend Metallringen besteht. Sie tragen die Gravur von Institutionen und Bürgern, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Radikalismus engagieren. Anlässlich des gemeinsamen Gedenkens wurde die Skulptur um zwei Ringe erweitert, die die Namen von Außenminister Maas und seinem Amtskollegen Çavuşoğlu tragen.  

„Teil unseres Landes“

Menschen mit türkischen Wurzeln seien in Deutschland nicht nur willkommen, sondern „ein Teil unseres Landes“, betonte Maas. Dass viele türkischstämmige Menschen in Deutschland noch immer Diskriminierungserfahrungen machten, sei nicht hinzunehmen, so der Außenminister. Jeder Form von Intoleranz und Extremismus müsse entschieden begegnet werden:

Solange Brandsätze in Moscheen fliegen, junge Männer mit Kippa auf offener Straße angegriffen oder Homosexuelle, die Hand in Hand gehen, zusammengeschlagen werden, gibt es keinen Grund zur Entwarnung.

Gemeinsam erinnern

Differenzen mit Offenheit und Dialog zu begegnen, sei auch für die Außenpolitik entscheidend, so Maas. Die unterschiedlichen Sichtweisen zwischen der Türkei und Deutschland dürften keine Absage an das gemeinsame Erinnern sein.

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