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Steinmeier in Vietnam: Strategischer Partner und aufstrebende Wirtschaftsmacht Vietnam

28.10.2016 - Artikel

Von Samstag bis Mittwoch (29.10. - 2.11.) hat Steinmeier die vietnamesische Hauptstadt Hanoi und die Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden des Landes besucht.

Am frühen Mittwochmorgen (2.11.) ist Außenminister Steinmeier von einer dreitägigen Reise nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt zurückgekehrt. Auf seiner Reise erlebte er ein Land im Wandel - überall ist Aufbruchsstimmung zu spüren. Steinmeier ermutigte die vietnamesische Führung, die Öffnung des Landes weiter voranzubringen. Durch Projekte wie das Deutsche Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt sollen auch die Beziehungen zu Vietnam vertieft werden - wirtschaftlich, politisch und kulturell.

Außenminister Steinmeier beim Stadtrundgang durch Hanoi
Außenminister Steinmeier beim Stadtrundgang durch Hanoi© photothek.net

Neben den Pagoden aus tausend Jahre altem Zedernholz strecken sich Wolkenkratzer in den Himmel, deren Beton erst vor kurzem getrocknet ist: Vietnam verändert sich in rasendem Tempo. An den Universitäten, den Schulen, auf dem Markt – Aufbruchsstimmung und Energie kann man hier überall mit den Händen greifen.

„Wer länger nicht hier gewesen ist, wird das Land völlig verändert vorfinden“, sagte Außenminister Steinmeier in Hanoi, der ersten Station seiner Reise. Insbesondere wirtschaftlich habe sich das Land in den letzten Jahren beeindruckend entwickelt. Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Partner. Wie kräftig Investitionen und Handel zwischen den beiden Ländern wachsen, konnte Steinmeier gleich zu Beginn seine Reise sehen. In Haiphong eröffnete der Außenminister ein brandneues Werk des deutschen Familienunternehmens Knauf, das in der ganzen Welt Baumaterialien produziert.

Offenheit und Freiheit vorantreiben

Ein Land im Wandel: noch finden sich traditionelle Garküchen in den Straßen Vietnams
Ein Land im Wandel: noch finden sich traditionelle Garküchen in den Straßen Vietnams© Köhler/photothek.net

Deutschland und Vietnam sollen nicht nur wirtschaftlich enger zusammenwachsen. Bei einem Treffen mit jungen Vietnamesen, denen der DAAD ein Studium in Deutschland ermöglicht hat, konnte sich Steinmeier überzeugen, welche Chancen in der Bildungskooperation zwischen den beiden Ländern liegen.

An den Universitäten Vietnams ist nicht zu übersehen, wie sich das Land öffnet: An der Rechtshochschule in Hanoi kann man seit Montag „Deutsches und europäisches Recht“ studieren. Der neue Studiengang ist ein Ergebnis des deutsch-vietnamesischen Rechtsstaatsdialogs. Den Startschuss für die versammelten Studierenden und Dozenten gab der deutsche Außenminister.

Danach tauschte sich der Außenminister persönlich mit seinem vietnamesischem Amtskollegen Pham Binh Minh aus. Steinmeier äußerte sich danach beeindruckt von dem rapiden Wandel, der sich im Land vollzogen hat: „Zwischen modernen Wolkenkratzern und alten Pagoden entsteht hier eine ganz eigene asiatische Erfolgsgeschichte“. Insgesamt habe sich die vietnamesische Regierung einem ehrgeizigen Reformprogramm verschrieben. Steinmeier appellierte an die politische Führung Vietnams, die Öffnung ihres Landes entschlossen voranzutreiben und auf die wirtschaftlichen Reformen auch Fortschritte in den Bereichen der bürgerlichen und politischen Rechte folgen zu lassen. Auch Deutschland wolle mit einer verstärkten Zusammenarbeit dazu beitragen, die vietnamesische Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Das Deutsche Haus: Symbol der deutsch-vietnamesischen Zusammenarbeit

Richtfest im Deutschen Haus in Ho-Chi-Minh Stadt: 2017 soll der Bau mit 25 Etagen fertiggestellt werden
Richtfest im Deutschen Haus in Ho-Chi-Minh Stadt: 2017 soll der Bau mit 25 Etagen fertiggestellt werden© Köhler/photothek.net

Ein Leuchtturm für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wird dabei in Zukunft das Deutsche Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt sein, an dessen Richtfest Außenminister Steinmeier auf der Reise teilnahm. Politik, Wirtschaft und Kultur beider Länder werden sich hier in immer neuen Konstellationen begegnen. Zurzeit befindet sich das Deutsche Haus im Bau - ab seiner Fertigstellung Mitte 2017 soll es auf 25 Etagen Raum für Akteure aus Wirtschaft und Kultur bieten, auch das deutsche Generalkonsulat wird in das Deutsche Haus umziehen.

Zum Abschluss der Reise konnte sich Steinmeier bei einem deutsch-vietnamesischen Kulturabend in der Oper in Ho-Chi-Minh-Stadt von der kulturellen Zusammenarbeit überzeugen, die zwischen Deutschland und Vietnam bereits existiert: Vietnamesische Künstlerinnen und Künstler begeisterten das Publikum mit auf Deutsch gesungenen Liedern.

Zum Weiterlesen:

Länderinformationen Vietnam

Deutsch-vietnamesische Beziehungen

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