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Usbekistan: Wirtschaft Usbekistan

05.03.2019 - Artikel

Wirtschaftsstruktur

Mit 32,1 Mio. Einwohnern ist Usbekistan das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Es grenzt an alle zentralasiatischen Staaten und Afghanistan. Usbekistan ist reich an Bodenschätzen (Gold, Kupfer, Uran, Kohle, Erdgas). Gleichwohl gehört Usbekistan zu den ärmsten Ländern der GUS. Seine junge und wachsende Bevölkerung, die hohen Transportkosten wegen weit entfernter Seehäfen (2.900 km) und die Transformation der Wirtschaft bringen enorme wirtschafts- und entwicklungspolitische Herausforderungen mit sich. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 1.485 US-Dollar (2017) - das nominelle Bruttoinlandsprodukt betrug laut offizieller usbekischer Statistik im Jahr 2017 48,8 Mrd. US-Dollar - zählt Usbekistan zu den 'lower middle income' Ländern der Weltbank-Klassifikation.

Auch 28 Jahre nach seiner Unabhängigkeit befindet sich Usbekistan noch im Übergang von einer sowjetisch-zentralistischen Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System. Allerdings ist es das erklärte Ziel der Regierung, Wirtschaftsliberalisierung, Privatisierungen und Strukturreformen voranzutreiben, um das Land attraktiver für ausländische Investitionen zu machen. Im September 2017 wurde daher u.a. eine Liberalisierung des bis dahin sehr restriktiven Devisenbewirtschaftungssystems eingeleitet.

Außerdem wurden neue Sonderwirtschaftszonen ausgerufen, Zölle und Handelsbeschränkungen abgebaut. Bereits seit Längerem gibt es Förderprogramme für kleinere und mittlere Unternehmen. 

Das BIP wuchs 2017 um ca. 5,3%. Für 2018 wird das Wachstum des BIP auf 5,9% geschätzt. Wichtigste Wirtschaftszweige Usbekistans sind die Industrie, der Bergbau und die Landwirtschaft. Hauptindustriezweige sind die Brennstoffindustrie (Gasverarbeitung), Maschinenbau, Metallverarbeitung und Elektrotechnik (in dieser Gruppe insbesondere die Auto-Industrie mit ihrem Aushängeschild, dem Werk „GM-Uzbekistan“ im Ferganatal), die Leichtindustrie (v.a. Textil) sowie das Hüttenwesen (Metallurgie).

Außenhandel

Größter Handelspartner Usbekistans ist China mit einem Anteil von 18,5% am gesamten Außenhandel. Deutschland liegt auf Platz 6 der Außenhandelspartner mit einem Anteil von 2,3% (Stand jeweils: 2017). Das deutsch-usbekische bilaterale Handelsvolumen wuchs 2017 um 32% auf rund. 607 Mio. EUR und von  Januar bis Oktober 2018 erneut um 16%. Usbekistan versucht seine Exporte zu steigern, u.a. in den Bereichen Lebensmittel und Textil. Dafür wird in einen Ausbau der Wertschöpfungsketten im Land investiert. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


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Chor-Minor-Madrasa in Buxoro
Chor-Minor-Madrasa in Buxoro © picture alliance/prisma

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