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Europa-Staatsminister Roth besucht Chicago USA

01.11.2016 - Artikel

Wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA reiste Staatsminister Roth nach Chicago. In seiner Rede an der University of Illinois betonte er die Bedeutung einer gut funktionierenden transatlantischen Partnerschaft.

Der US-amerikanische Abgeordnete Mike Quigley unterstützt den Kampf für Minderheitenrechte.
Der US-amerikanische Abgeordnete Mike Quigley unterstützt den Kampf für Minderheitenrechte.© AA

Wenige Tage vor der Wahl in den Vereinigten Staaten besuchte Europa-Staatsminister Michael Roth Chicago. Er traf sich dort mit Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft und hielt Vorträge an der traditionsreichen University of Illinois und vor der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer. Einen besonders authentischen Einblick in den Wahlkampf erhielt Roth als Teilnehmer des Media Junkies Lunch, bei dem regelmäßig zahlreiche Multiplikatoren zu einem offenen Meinungsaustausch zusammenkommen.

Transatlantische Partnerschaft wesentlich

Trotz europäischer Krisen habe die EU in letzter Zeit einiges bewegen können, so der Europa-Staatsminister in seiner Rede an der University of Illinois, der insbesondere auf gemeinsame Anstrengungen in der Sicherheits- und Migrationspolitik verwies. Eine gut funktionierende transatlantische Partnerschaft sei jedoch angesichts globaler Krisen und Migrationsströme wesentliche Voraussetzung für das Gelingen.

Pastor Michael Pfleger (r.) setzt sich ein für ein Ende der Spirale aus Gewalt und Armut in den sozialen Brennpunkten Chicagos.
Pastor Michael Pfleger (r.) setzt sich ein für ein Ende der Spirale aus Gewalt und Armut in den sozialen Brennpunkten Chicagos.© AA

Lesen Sie hier die Rede von Europa-Staatsminister Roth (in englischer Sprache)

Kurz vor der Wahl konnte Roth auch auf einen Blick auf die Innenpolitik werfen. Mit dem Abgeordneten Mike Quigley besuchte er einen Demokraten, der sich schon lange für die Minderheitenrechte in seiner Heimat einsetzt.

Erfahrungen aus einem sozialen Brennpunkt

Besonders beeindruckend war der Besuch der "South Side" Chicagos, einem mehrheitlich von Schwarzen bewohnten sozialen Brennpunkt, in dem auch Präsident Obama früher politisch aktiv war. In der dortigen Kirchengemeinde setzt sich Pastor Michael Pfleger seit Jahrzehnten für ein Ende der Spirale aus Gewalt und Armut ein. Dabei habe ihn besonders das Wirken Martin Luther Kings geprägt, den er in jungen Jahren getroffen und zu dessen Familie er bis heute intensive Kontakte pflege. "Ich habe als Junge den unvorstellbaren Hass erlebt, der schwarzen Bürgerrechtlern entgegenschlug. Das passte nicht zu meinem Selbstverständnis als Christ", so Pfleger.

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