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„Martin Luther wäre heute ein begeisterter Twitterer“ USA

01.11.2016 - Artikel

Im Minneapolis Institute of Art hat Europa-Staatsminister Michael Roth die Ausstellung „Here I stand...“ eröffnet, die das Leben und Wirken des Reformators in einer außergewöhnlichen Ausstellung nachzeichnet.

Staatsminister Roth beim Rundgang durch die Ausstellung
Staatsminister Roth beim Rundgang durch die Ausstellung© AA

Vor mehreren hundert geladenen Gästen hat der Staatsminister für Europa, Michael Roth, im Minneapolis Institute of Art die Ausstellung „Here I stand...“ eröffnet, die das Leben und Wirken Martin Luthers in einer außergewöhnlichen Ausstellung nachzeichnet.

Mit zum Teil noch nie außerhalb Europas gezeigten Ausstellungsstücken zeichnet sie im lutherisch geprägten mittleren Westen der USA ein umfassendes Bild vom Leben und Wirken des Reformators.

„Luther setzte der weltlichen und geistigen Macht Grenzen“

Staatsminister Michael Roth bei seiner Eröffnungsansprache zur Ausstellung
Staatsminister Michael Roth bei seiner Eröffnungsansprache zur Ausstellung© AA

In seiner Eröffnungsansprache unterstrich Roth die politische Dimension in Luthers Werk: „Er setzte der weltlichen und geistigen Macht Grenzen. Er betonte die Gewissensfreiheit, die Urteilskraft sowie die Eigenverantwortung des Einzelnen. Wir verdanken Luther und den anderen Reformatoren die entscheidenden Impulse für unser heutiges Verständnis von Freiheit, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenleben.“

Und auch heute stellten sich die Fragen nach dem Verhältnis zwischen Religion und Staatsordnung sowie Freiheit und Verantwortung in gleicher Aktualität.

Dass Luther ebenfalls ein großer Kommunikator war, der intensiven Gebrauch von seiner Wortmächtigkeit machte und sich auch der bildenden Kunst bediente, wird ebenfalls beim Gang durch die Ausstellung deutlich: „Ich bin mir ziemlich sicher: Wenn Luther heute noch lebte, wäre er ein eifriger Twitter-Nutzer“, so der Europaminister in seiner Rede.

Vor dem Eingang zur Ausstellung
Vor dem Eingang zur Ausstellung© AA

Noch bis Februar 2017 ist die Ausstellung, die unter anderem mit Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt wurde, in Minneapolis zu sehen. Die Veranstalter sind sich sicher, dass es ein großer Erfolg werden wird. Schon jetzt übersteigt die Zahl der Vorbestellungen alles, was zuvor im Minneapolis Institute of Art zu sehen war.

Zum Weiterlesen:

Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth zur Eröffnung der Ausstellung „Martin Luther: Art and the Reformation at the Minneapolis Institute of Art“

500 Jahre Reformation

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