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06.04.2016 - Artikel

Beim Besuch des uruguayischen Außenministers würdigte Außenminister Steinmeier Uruguay als Stabilitätsanker in der Region. Zudem äußerte er sich zur aktuellen Lage in der Konfliktregion Bergkarabach.

Beim Besuch des uruguayischen Außenministers Rodolfo Nin Novoa am Mittwoch (06.04.) im Auswärtigen Amt würdigte Außenminister Steinmeier Uruguay als Stabilitätsanker in der Region. Zudem äußerte sich Steinmeier zur aktuellen Lage in der Konfliktregion Bergkarabach im Kaukasus.

Der uruguayische Außenminister Rodolfo Nin Novoa und Bundesaußenminister Steinmeier bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Auswärtigen Amt
Der uruguayische Außenminister Rodolfo Nin Novoa und Bundesaußenminister Steinmeier bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Auswärtigen Amt© Auswärtiges Amt

Geographisch weit voneinander entfernt, aber viel miteinander zu tun: So beschrieben Außenminister Steinmeier und sein Gast, der uruguayische Außenminister Rodolfo Nin Novoa die Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern. Neben der beiderseitigen Begeisterung für Fußball - Steinmeier erwähnte die erste Fußball-Weltmeisterschaft 1930, die von Uruguay ausgerichtet und auch gleich gewonnen wurde - teilten Uruguay und Deutschland auch politische und wirtschaftliche Interessen. So sei Deutschland im Jahr 2015 der größte Importeur uruguayischer Waren in Europa gewesen. Im Bereich der erneuerbaren Energien in Uruguay gebe es Kooperationen mit deutschen Unternehmen, die weiter ausgebaut werden sollen.

Steinmeier würdigte Uruguay als Stabilitätsanker in der Region. Deutschland freue sich, so der deutsche Außenminister, dass sich Uruguay als amtierender Vorsitz des MERCOSUR für eine zügige Weiterverhandlung des EU-Assoziierungsabkommens einsetze.

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Fragiler Waffenstillstand in Konfliktregion Bergkarabach

Außenminister Steinmeier, der am Vormittag mit dem armenischen Präsidenten Serzh Sargsyan zusammen getroffen war, ging in der Pressekonferenz zudem auf die aktuelle Lage in der Konfliktregion Bergkarabach ein. Mit Blick auf den kürzlich vereinbarten Waffenstillstand sagte er:

Das ist gegenwärtig ein sehr fragiler Zustand. Und deshalb war meine Botschaft heute Morgen im Gespräch mit der armenischen Seite: Wer nur darauf setzt, den gegenwärtigen Status Quo beizubehalten, riskiert, dass sich in unregelmäßigen Abständen immer wieder gewaltsame Eruptionen ereignen.

Deshalb geht es um zwei, drei Dinge, die wir in einer längeren Kette von jetzt einsetzenden Bemühungen verfolgen. Erstens: den Verzicht auf weitere Waffengänge nachhaltig auszugestalten. Zweitens: In einen Prozess mit stabilisierenden oder vertrauensbildenden Maßnahmen einzutreten und damit auch vorzubereiten, dass es irgendwann - hoffentlich nicht in allzu entfernter Zukunft - wieder Verhandlungen im Rahmen der sogenannten OSZE-Minsk-Gruppe gibt über den zukünftigen Status dieser Region.

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