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Ungarn: Kultur- und Bildungspolitik Ungarn

09.09.2019 - Artikel

Ziel der ungarischen Bildungspolitik ist, es, die Wettbewerbsfähigkeit Ungarns zu steigern und die Abwanderung qualifizierter Kräfte zu verhindern. Im Zentrum der Maßnahmen stand in den letzten Jahren die Reorganisation des Schulsystems und die Neugestaltung des Hochschulsystems; auch Reformen der Berufsbildung und ein Fremdsprachenförderprogramm sind in Planung

In der Schulpolitik wurden Reformen durchgeführt, darunter Maßnahmen, die die Attraktivität des Lehrerberufs steigern, moderne Schulen mit zeitgemäßen Ausstattungen schaffen, einen werteorientierten Unterricht (Besinnung auf die eigene Kultur und Sprache) sowie die Förderung von sozial benachteiligten Kindern einführen sollen. Unter kommunaler Verwaltung stehende Schulen wurden verstaatlicht, ein neues Karrieremodell für Pädagogen erarbeitet und neue Regelungen für den Schulbetrieb und den Unterricht erstellt. Die Maßnahmen wurden aufgrund landesweiter Proteste teilweise wieder zurückgenommen. Minderheiten-Selbstverwaltungen und auch kirchliche und private Träger führen Bildungseinrichtungen in eigener Verwaltung.

Mit der Deutschen Schule Budapest, der Audi Hungaria-Schule in Györ und dem Ungarndeutschen Bildungszentrum kann an drei deutschen Auslandsschulen das deutsche Abitur abgelegt werden. An der Audi Hungaria-Schule läuft ein Deutsch-Ungarisches Pilotprojekt zur internationalen dualen Berufsausbildung.

Ungarn investiert seit einiger Zeit in erhöhtem Umfang in Sportprojekte (Stadien, Schwimmkomplex, Sportakademien). 2017 fand die Schwimm-WM statt, 2019 die European Maccabi Games (EMG) in Budapest veranstaltet.

2017 verabschiedete das Ungarische Parlament eine Novelle des Hochschulgesetzes. Das neue Gesetz schreibt für den Betrieb internationaler Universitäten mit Trägern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums neue Bedingungen vor, unter anderem den Betrieb eines Campus im Herkunftsland und den Abschluss eines internationalen Abkommens. Von der Modifizierung ist vor allem die in Budapest angesiedelte Central European University (CEU) betroffen. Durch das am 2. Juli 2019 verabschiedete neue Akademiegesetz werden die von der Akademie der Wissenschaften betriebenen Forschungsinstitute einem neuen Träger unterstellt.

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