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„Die Ungarn brachen den ersten Stein aus der Mauer“ Ungarn

Heiko Maas erinnerte in seiner Eröffnungsrede an eine wichtige Wegmarke zum Mauerfall: die Öffnung der ungarischen Westgrenze.

Heiko Maas erinnerte in seiner Eröffnungsrede an eine wichtige Wegmarke zum Mauerfall: die Öffnung der ungarischen Westgrenze., © dpa

10.09.2019 - Artikel

Außenminister Maas eröffnet mit seinem Amtskollegen aus Budapest das Deutsch-Ungarische Forum. Neben dem Gedenken an die Grenzöffnung vor 30 Jahren steht der Austausch junger Menschen im Vordergrund.

Vor genau 30 Jahren, am 10. September 1989, öffnete die ungarische Regierung die Westgrenze und ermöglichte damit Bürgerinnen und Bürgern der DDR die Flucht. Bei seiner Eröffnungsrede erinnerte Heiko Maas an diese wichtige Wegmarke zum Mauerfall:

Es waren die Ungarn, die den ‚ersten Stein aus der Mauer‘ brachen. Der Weg, der unserem Land den wohl glücklichsten Moment seiner Geschichte beschert hat, führt über Ungarn. Die Menschen in Ungarn, die selbst noch um ihre Freiheit rangen, sie haben den Flüchtlingen aus der DDR den Weg in die Freiheit geebnet.

Dieser Stein, so Maas weiter, wurde zum Fundament für das Europa, wie wir es heute kennen, ein solidarisches, friedliches und freies Europa, in dem junge Menschen ganz selbstverständlich in anderen Ländern studieren, reisen, neue Städte entdecken und Freundschaften knüpfen können. Es sei ein Europa, in dem „unsere Länder gemeinsam Politik gestalten“ würden.

Auftrag für Europa als Wertegemeinschaft

Die EU als Garant für Demokratie und Freiheit, für Toleranz und Menschenrechte ist keine Selbstverständlichkeit. Dies wird gerade im Hinblick auf die vielen Krisen und Konflikte weltweit deutlich. Diese Werte müssen verteidigt und immer wieder neu behauptet werden, betonte der deutsche Außenminister.

Jugendforum blickt mit gemeinsamen Initiativen in die Zukunft

„Ideen für die Weiterentwicklung der deutsch-ungarischen Beziehungen entwerfen“: Das ist ein Ziel des Deutsch-Ungarischen Forums, welches sich gerade auch an junge Menschen aus beiden Ländern richtet und Abgeordnete, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Akteure der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt. Die Teilnehmenden führen unter anderem ein Strategiespiel zum September 1989 durch, erarbeiten gemeinsame Initiativen für die neue europäische Kommission oder diskutieren über Flexibilität in der modernen Arbeitswelt oder die Verträglichkeit von Innovation und Klimaschutz. Ausrichter ist das Auswärtige Amt, gemeinsam mit dem ungarischen Außenministerium, der Andrassy-Universität aus Budapest, sowie dem Deutsch-Ungarischen Jugendwerk.

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