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Ungarn: Eine stabile Partnerschaft Ungarn

05.02.2014 - Artikel

Außenminister Steinmeier kam heute mit seinem ungarischen Amtskollegen Martonyi zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die bilateralen Beziehungen.

Martonyi und Steinmeier bei der gemeinsamen Pressekonferenz
Martonyi und Steinmeier bei der gemeinsamen Pressekonferenz© AA

Außenminister Steinmeier kam heute mit seinem ungarischen Amtskollegen Martonyi zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn sowie die Europäische Union und die Lage in der Ukraine. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte Steinmeier, dass Deutschland und Ungarn eine stabile Partnerschaft verbinde.

Zu Beginn der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ungarischen Amtskollegen János Martonyi warf Außenminister Frank-Walter Steinmeier einen Blick zurück auf die gemeinsame Geschichte: Das Gedenkjahr 2014 sei für Deutsche und Ungarn mit sehr unterschiedlichen Ereignissen verbunden. Das seien zum einen der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 und seine Folgen. Zum anderen gebe es jedoch auch ein Jubiläum, das man gemeinsam miteinander begehen dürfe, nämlich den Fall der Mauer, so Steinmeier:

25 Jahre ist es her, dass der Eiserne Vorhang - gerade auch mit der Hilfe Ungarns - durchschnitten werden konnte und viele Menschen aus der damaligen DDR den Weg in die Freiheit gefunden haben. Das war die Eröffnung für Ereignisse, die schließlich zur deutschen Einheit geführt haben. Dafür sind wir [Ungarn] bis heute dankbar und vergessen das nicht.


Enge wirtschaftliche Beziehungen

Steinmeier und Martonyi
Steinmeier und Martonyi© AA

Diese gemeinsame Geschichte kennzeichne die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern und begründe auch den Wunsch, über Meinungsverschiedenheiten hinwegzukommen. Steinmeier verschwieg nicht, dass es vor nicht allzu langer Zeit „kritische Diskussionen“ gegeben habe - beispielsweise über umstrittene Gesetzesänderungen in Ungarn oder Investmentbedingungen für deutsche Unternehmen.

Man habe jedoch auch festgestellt, so Steinmeier weiter, dass es erfreuliche Entwicklungen in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland gebe: Mehr als 3000 deutsche Unternehmen seien derzeit in Ungarn aktiv und würden dort Arbeitsplätze schaffen. Die menschlichen Beziehungen, die hierdurch entstünden, trügen dazu bei, dass zwischen Deutschland und Ungarn eine stabile Partnerschaft bestehe.

Weitere Themen: Europa und die Ukraine

Der ungarische Außenminister Martonyi bekräftigte seinerseits, dass Deutschland der wichtigste Handelspartner Ungarns sei. Dies betreffe nicht nur die deutschen Investitionen in Ungarn, sondern auch den ungarischen Exporthandel mit Deutschland und den Tourismus.

Neben den bilateralen Beziehungen standen auch die politische Ausgestaltung Europas und die aktuelle Situation in der Ukraine auf dem Gesprächsprogramm.

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