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„Nur in einem gemeinsamen Europa haben wir eine gute Zukunft“ Ungarn

Außenminister Gabriel und sein ungarischer Kollege Peter Szijjártó

Außenminister Gabriel und sein ungarischer Kollege Peter Szijjártó, © Auswärtiges Amt

10.01.2018 - Artikel

Im Gespräch mit Ungarns Außenminister Peter Szijjártó hat Gabriel am Mittwoch (10.01.) trotz politischer Differenzen die Bedeutung der Zusammenarbeit in der EU betont.  

Fairness und Kollegialität


Es gebe zwar in einigen Bereichen unterschiedliche Auffassungen, sagte Gabriel, zum Beispiel in der Flüchtlingspolitik oder mit Blick auf die Rolle der Europäischen Union. 
„Europa lebt aber davon, dass wir diese unterschiedlichen Vorstellungen miteinander in großer Fairness und Kollegialität austragen und diskutieren“, betonte Gabriel. Denn: nur in einem gemeinsamen Europa könnten Deutschland und Ungarn eine gute Zukunft haben. 


Keine Spaltung der EU


Deswegen sei es umso wichtiger, eine Schwächung der EU zu vermeiden. „Wir wollen weder eine Spaltung der EU in Nord und Süd noch in Ost und West“, so Gabriel – „und die wichtigste Voraussetzung dafür, dass so etwas nicht passiert ist, dass man miteinander spricht. 


Enge wirtschaftliche und historische Verbindungen


Deutschland und Ungarn sind wirtschaftlich, geschichtlich und auch kulturell eng miteinander verflochten. Das größte Motorenwerk Europas zum Beispiel, das Audi-Motorenwerk, befindet sich im ungarischen Györ. Auch zahlreiche mittelständische Unternehmen sind in beiden Ländern aktiv. 
„Deutschland wird auch nie vergessen, dass es Ungarn war, das 1989 zuerst seine Grenzen geöffnet hat und den ersten Stein aus der Mauer herausgebrochen hat“, betonte Gabriel zudem bei dem Treffen mit seinem ungarischen Kollegen Peter Szijjártó. Die beiden Länder seien deswegen heute auch auf kultureller und persönlicher Ebene eng verbunden. 

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