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Deutsche Unterstützung für die Ost-Ukraine Ukraine

18.02.2016 - Artikel

Am 16. und 17. Februar besuchte der Beauftragte für Osteuropa des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke, Dnipropetrovsk. Er führte Gespräche mit Vertretern der Gebietsverwaltung sowie humanitärer Organisationen und besu‎chte Flüchtlingsunterkünfte.

Wegen des Konflikts in der Ost-Ukraine sind allein in der Ukraine 1,7 Millionen Menschen auf der Flucht. Das deutsche Generalkonsulat koordiniert von Dnipropetrovsk aus die humanitäre Hilfe der Bundesregierung für die von dem Konflikt betroffenen Menschen. Der Osteuropa-Beauftragte des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke, verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Lage.

Botschafter Peschke besucht eine Übergangssiedlung für Flüchtlinge in der Ost-Ukraine
Botschafter Peschke besucht eine Übergangssiedlung für Flüchtlinge in der Ost-Ukraine© Auswärtiges Amt

Offiziell sind in Dnipropetrovsk 75.000 Flüchtlinge aus den Konfliktgebieten in der östlichen Ukraine registriert, die Zahl nicht registrierter Flüchtlinge liegt bedeutend höher. Die Bundesregierung hilft bei der Bereitstellung sozialer Dienstleistungen und mit der Errichtung von Übergangssiedlungen für Flüchtlingsfamilien. Eine davon wurde im letzten Jahr von Außenminister Steinmeier eingeweiht. Im Gespräch mit Flüchtlingen informierte sich Peschke über ihre Sorgen und Nöte und versicherte die weitere Unterstützung Deutschlands.

Hilfe für Flüchtlinge

Dnipropetrovsk im Osten der Ukraine
Dnipropetrovsk im Osten der Ukraine© Auswärtiges Amt

Viele humanitäre Organisationen aus Deutschland leisten den Flüchtlinge vor Ort Hilfe, so etwa der Samariter-Bund und Caritas. Bei seinem Besuch des Projektzentrums der Caritas sprach Peschke mit Vater Panteljuk von der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, der die Hilfe koordiniert. Im Zentrum der Caritas können Menschen finanzielle und materielle Übergangshilfen erhalten, bis sie sich in ihrem neuen Umfeld zurecht gefunden haben. Für Flüchtlingskinder gibt es Veranstaltungen und Theateraufführungen.

Botschafter Peschke zwischen Rabbiner Kaminezkyi (li.) und Generalkonsul Mössinger
Botschafter Peschke zwischen Rabbiner Kaminezkyi (li.) und Generalkonsul Mössinger© Auswärtiges Amt

Mit 50.000 Mitgliedern hat Dnipropetrovsk auch eine wichtige jüdische Gemeinde und eines der größten jüdischen Gemeindezentren Europas.‎ Andreas Peschke traf Hauptrabbiner Shmuel Kaminezkyi und besuchte das „Museum für jüdische Geschichte in der Ukraine und zum Gedenken an den Holocaust“, das größte seiner Art in Osteuropa.

Vor dem Besuch in Dnipropetrovsk führt der Osteuropa-Beauftragte gemeinsam mit seiner französischen Kollegin Gespräche mit Regierung und Parlament in Kiew. Beide versicherten die Unterstützung Deutschlands und Frankreichs für wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen in der Ukraine. Sie unterstrichen gleichzeitig die Erwartung, dass die Ukraine konsequent am notwendigen Reformkurs festhält.

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Unterstützung für die Ukraine

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