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Antrittsbesuch des neuen Osteuropabeauftragten in Kiew Ukraine

31.07.2015 - Artikel

Bei seinen Gesprächen in Kiew ging es Botschafter Peschke vor allem um die weitere konkrete Ausgestaltung der deutschen Partnerschaft und Solidarität mit der Ukraine.

Um die weitere konkrete Ausgestaltung der deutschen Partnerschaft und Solidarität mit der Ukraine ging es bei dem Besuch des neuen Osteuropa-Beauftragten im Auswärtigen Amt, Botschafter Andreas Peschke, in den vergangenen zwei Tagen (30./31.07.) in Kiew.

Enge Partnerschaft im Fokus

Peschke mit dem Politischen Direktor Makeiev
Peschke mit dem Politischen Direktor Makeiev© AA

Sein Antrittsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt bot Botschafter Peschke am Donnerstag und Freitag Gelegenheit zu Kontakten mit einer großen Zahl unterschiedlicher Gesprächspartner. Am Donnerstag traf der Osteuropabeauftragte zunächst mit dem Politischen Direktor im ukrainischen Außenministerium, Oleksei Makeiev, zusammen. Im Anschluss tauschte sich Peschke mit jungen europafreundlichen Abgeordneten des ukrainischen Parlaments und auch mit dem Vorsitzenden der ukrainischen Wahlkommission, Mykhaylo Okhendovsky, aus. Zudem nutzte er seinen Besuch in Kiew für Gespräche mit Vertretern aus Wirtschaft, Presse und Zivilgesellschaft.

Bereits zu Wochenbeginn hatte Peschke in Berlin eine Gruppe von Menschenrechtsverteidigern im Auswärtigen Amt begrüßt: In dem Gespräch stand maßgeblich die aktuelle Lage in der Ostukraine im Fokus.

Das historische Michaels-Kloster in Kiew
Das historische Michaels-Kloster in Kiew© AA

Mit Blick auf das weitere deutsche Engagement für die friedliche Bewältigung des Ukraine-Konflikts ging es Botschafter Peschke auch um den Austausch mit den ukrainischen Vertretern in den Arbeitsgruppen Wirtschaft, Politik und Sicherheit der Trilateralen Kontaktgruppe im Rahmen des Minsker Abkommens. Hierzu hatte sich auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Wochenmitte mit dem Leiter der Arbeitsgruppe Politik, Botschafter Pierre Morel, zum Austausch in Berlin getroffen. Dabei standen vor allem die Bemühungen um Fortschritt im politischen Prozess im Vordergrund.

Intensives deutsches Engagement

Gegenüber seinen Gesprächspartnern betonte der Osteuropabeauftragte Peschke in Kiew, dass die enge Partnerschaft Deutschland mit der Ukraine einzigartig sei. Gegenwärtig, so Peschke, gebe es wenig Länder auf der Welt, mit denen Deutschland eine so intensive Unterstützungsbeziehung unterhalte.

Dabei beruhe die Partnerschaft auf drei Säulen: dem großen Engagement für die politische Beilegung des Konflikts im Osten der Ukraine; der Unterstützung für die ukrainische Wirtschaft, vor allem in den Bereichen Dezentralisierung, Energieeffizienz, Modernisierung und Korruptionsbekämpfung; und schließlich den engen zwischengesellschaftlichen Beziehungen zwischen Städten und Kommunen sowie im Kulturbereich.

Nach Informationen des ukrainischen Bildungsministeriums erlernen derzeit rund 1 Million Ukrainerinnen und Ukrainer die deutsche Sprache. Der Unterricht finde an 8.500 Schulen im Land statt, was die Hälfte aller ukrainischen Schulen ausmacht, darunter 40 sogenannte PASCH-Schulen. Am Goethe-Institut in Kiew lernen zudem jedes Jahr 4500 Ukrainer Deutsch. Gemeinsam mit den Mittlerorganisationen veranstaltet die deutsche Botschaft in der Hauptstadt im September wieder die sehr beliebten „Deutsche Wochen“.

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