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Zeichen der Deutsch-Polnischen Solidarität in der Ukraine Ukraine

17.06.2015 - Artikel

Am 16.06. ist ein gemeinsamer deutsch-polnischer Konvoi mit Hilfsgütern für die Ostukraine aus Kiew in die Stadt Saporishja aufgebrochen.

Straesser und Pawlik verabschieden den deutsch-polnischen Hilfskonvoi in Kiew
Straesser und Pawlik verabschieden den deutsch-polnischen Hilfskonvoi in Kiew© AA

Christoph Strässer, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, hat am 16. Juni gemeinsam mit dem stellvertretenden polnischen Außenminister Konrad Pawlik einen deutsch-polnische Hilfstransport mit Hilfsgütern für die Ostukraine verabschiedet. Der Konvoi brach am Abend von Kiew aus in die Stadt Saporishja auf, um die vom andauernden Konflikt besonders schwer betroffenen Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen.

Der Konvoi bringt Hilfsgüter für über 11.000 Binnenvertriebene in den Osten der Ukraine. Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe begrüßte die gemeinsame humanitäre Initiative Polens und Deutschlands: Sie sei „ein Zeichen des gemeinsamen Engagements für die notleidenden Menschen in der Ukraine. Es ist unser dringliches Anliegen, in dieser schrecklichen humanitären Notlage Unterstützung zu leisten und Leben zu retten“, so Christoph Strässer.

Lebensmittel und Hygieneartikel für 11.000 Menschen

Vorbereitung der Hilfsgüterlieferung
Vorbereitung der Hilfsgüterlieferung© AA

Aufgrund der seit Monaten andauernden Auseinandersetzungen zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee im Osten der Ukraine ist eine Vielzahl von Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die deutsch-polnische Initiative will dazu beitragen, das Leid der am stärksten Betroffenen zu lindern.

In Kiew wurden am 16. Juni die humanitären Hilfslieferungen aus Polen und Deutschland zusammengeführt. Gemeinsam starteten die Lastwagen dann am späten Nachmittag, um die Pakete mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln über Nacht in den Osten des Landes zu bringen. Dort wird die Wohlfahrtsorganisation Caritas zusammen mit ihren lokalen Partnern sicherstellen, dass insbesondere Kinder, ältere und kranke Menschen die dringend benötigte Hilfe erhalten.

Der deutsch-polnische Hilfskonvoi wird von den Außenministerien in Polen und Deutschland finanziert. Das Auswärtige Amt hat dafür 350.000 Euro bereitgestellt. „In dieser schweren Krise ist es unsere moralische Pflicht, zu helfen, Existenzen zu sichern und den Menschen trotz aller Widrigkeiten ein Leben in Würde zu ermöglichen“, erklärte der Beauftragte für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.

Erst vor kurzem war Außenminister Steinmeier selbst nach Dnipropetrowsk gereist, um sich vor Ort ein Bild von der Lage der Binnenflüchtlinge zu machen. In der Stadt haben etwa 90.000 Menschen Zuflucht gefunden haben, davon einige Hundert in von Deutschland errichteten mobilen Wohnunterkünften.

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