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Ukraine-Konflikt: Kontakt zwischen den Menschen nicht abreißen lassen Ukraine

06.02.2015 - Artikel

„Ein Jahr nach dem Maidan“ – Konferenz von Nichtregierungsorganisationen im Auswärtigen Amt.

Am Freitag (06.02.) fand im Auswärtigen Amt die Konferenz „Ein Jahr nach dem Maidan – Perspektiven der zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit mit der Ukraine und Russland“ statt. Über 300 Nichtregierungsorganisationen (NRO) sprachen über die Herausforderungen, die die Ukraine-Krise an ihre Arbeit stellt.

Außenminister Steinmeier bei seiner Rede auf der Konferenz
Außenminister Steinmeier bei seiner Rede auf der Konferenz© Photothek/Trutschel

Der Ukraine-Konflikt hat nicht nur die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen Deutschlands zur Ukraine und zu Russland verändert, er betrifft auch die Rahmenbedingungen für die jeweilige zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit. Und damit viele in beiden Ländern tätige deutsche Initiativen, die sich heute im Auswärtigen Amt zu gemeinsamen Diskussionen trafen.

Zwischengesellschaftliches Engagement „ermutigende Botschaft“

Außenminister Steinmeier mit Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen
Außenminister Steinmeier mit Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen© Photothek/Trutschel

Außenminister Frank-Walter Steinmeier betonte in seiner Rede vor den Mitgliedern der mehr als 300 Organisationen den Einfluss des gegenwärtigen Konflikts auf das Verhältnis zwischen den Menschen der drei Länder: „Jeder Tote, jeder weitere Tag der Gewalt, bringt eben auch mehr Entfremdung zwischen den Völkern auf beiden Seiten des Konflikts.“ Das Engagement der zahlreichen Gruppen, die sich dafür einsetzten, dass die Menschen in der Ukraine und in Russland weiter im Gespräch seien lobte Steinmeier als „ermutigende Botschaft“.

„Aktive Außenpolitik (…), das braucht im Moment beides: Außenpolitik der Staaten aber auch Außenpolitik der Gesellschaften“, so Steinmeier. Mit Blick auf die fortwährenden Bemühungen der Bundesregierung um eine Entspannung der Krise erklärte Steinmeier, man werde alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um noch an Lösungen zu arbeiten, solange eine Chance besteht. Er sei sich aber bewusst, dass es die zivilgesellschaftlichen Initiativen seien, die dafür sorgten, „dass - solange wir in der Politik nicht am Ziel sind - die Kontakte zwischen den Menschen nicht abreißen“, so Steinmeier.

In Krisenzeiten Brücken bauen

Zur Konferenz eingeladen hatte Gernot Erler, der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft: „Wir wollen den ersten Jahrestag der Ereignisse auf dem Maidan zum Anlass nehmen, mit Vertretern deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich in der Ukraine und in Russland engagieren, über die Zukunftsperspektiven der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit zu diskutieren“, erklärte Erler im Vorfeld der Konferenz. Der gesellschaftliche Dialog könne „gerade in Krisenzeiten dort Brücken bauen, wo andere Türen verschlossen sind“, so Erler.

Mehr Informationen:

Rede von Außenminister Steinmeier: Ein Jahr nach dem Maidan

Mehr zur Situation in der Ukraine

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