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Neutralität als Chance - Turkmenistan Turkmenistan

15.12.2015 - Artikel

Am 12. Dezember tagte in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat eine internationale Konferenz zum 20. Jahrestag der Neutralität des zentralasiatischen Staates. Für Deutschland reiste der Zentralasienbeauftragte Andreas Peschke zur Konferenz.

Zentralasienbeauftragter Andreas Peschke und Elisabeth Franz, Ständige Vertreterin an der Deutschen Botschaft Aschgabat
Zentralasienbeauftragter Andreas Peschke und Elisabeth Franz, Ständige Vertreterin an der Deutschen Botschaft Aschgabat

Am 12. Dezember tagte in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat eine internationale Konferenz zum 20. Jahrestag der Neutralität des zentralasiatischen Staates. Für Deutschland reiste der Zentralasienbeauftragte Andreas Peschke zur Konferenz.

An der Konferenz, die von Turkmenistan und den Vereinten Nationen veranstaltet wurde, nahmen zahlreiche Staats- und Regierungschefs der Region teil, darunter aus Afghanistan, der Türkei, Usbekistan, Pakistan, China und Indien. Insgesamt waren fast 100 Staaten und Organisationen vertreten.

Zentralasienbeauftragter Andreas Peschke bei der Blumenniederlegung am Neutralitätsdenkmal
Zentralasienbeauftragter Andreas Peschke bei der Blumenniederlegung am Neutralitätsdenkmal

Andreas Peschke betonte im Rahmen der internationalen Konferenz den positiven Beitrag Turkmenistans zu mehr Stabilität in Zentralasien. Im Gespräch mit dem turkmenischen Vize-Außenminister Wepa Hadschiew unterstrich der Zentralasienbeauftragte das deutsche Interesse am Ausbau der Beziehungen mit Turkmenistan. Er warb zudem für Menschenrechte und gesellschaftliche Offenheit. Hier hat Turkmenistan Fortschritte zu verzeichnen, gleichzeitig aber auch noch einen weiten Weg vor sich.

Am 13. Dezember legten der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow und der afghanische Präsident Mohammad Ashraf Ghani zusammen mit dem pakistanischen Premierminister Nawaz Sharif und dem indischen Vize-Präsidenten Mohammad Hamid Ansari den Grundstein für die sogenannte TAPI-Pipeline. Diese Gasleitung soll Turkmenistan, das über die viertgrößten Gasreserven der Welt verfügt, mit Afghanistan, Pakistan und Indien verbinden. Aus deutscher Sicht wäre ein Gelingen des Projekts‎ ein großer Beitrag zur wirtschaftlichen Erschließung der gesamten Region.

Ebenso unterstützt Deutschland Projekte für eine Gas-Pipeline durch das Kaspische Meer über Aserbaidschan und weiter nach Europa. Das könnte ein direkter Beitrag zur Sicherung und Diversifizierung unserer Energieversorgung sein.

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