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Dialog zwischen Europa und der Türkei intensivieren Türkei

16.02.2015 - Artikel

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat Europaminister Michael Roth vom 11. - 13. Februar die Türkei besucht. Hier tauschte er sich unter anderem mit seinem Amtskollegen Volkan Bokzir aus.

Bokzir und Roth vor der Ortaköy-Moschee in Istanbul
Bokzir und Roth vor der Ortaköy-Moschee in Istanbul© AA

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres besuchte der Staatsminster für Europa im Auswärtigen Amt Michael Roth vom 11. - 13. Februar die Türkei. Bei Gesprächen in Ankara und Istanbul mit Mitgliedern der türkischen Regierung, des Parlaments und mit Vertretern der Zivilgesellschaft fand ein reger Meinungsaustausch statt. Mit seinem Amtskollegen Volkan Bokzir sprach Roth über die Intensivierung des Dialogs zwischen der Türkei und den europäischen Partnern.

Der Besuch des Europaministers begann in der deutschen Botschaft in Ankara: Beim Besuch der Visastelle informierte sich Roth über die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese stehen angesichts deutlich gestiegener Visaanträge auch von syrischen Flüchtlingen derzeit vor besonderen Herausforderungen. Begleitet wurde der Europaminister von der Vorsitzenden der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe, Michelle Müntefering.

EU-Perspektive für die Türkei

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen, dem türkischen Minister für EU-Angelegenheiten Volkan Bokzir, sprach Roth über eine weitere Intensivierung des Dialogs zwischen der Türkei und den europäischen Partnern. Der deutsche Europaminister machte sich in diesem Zusammenhang erneut dafür stark, die Kapitel 23 (Justiz und Grundrechte) und 24 (Recht, Freiheit und Sicherheit) bei den EU-Beitrittsverhandlungen zu öffnen. Roth erklärte hierzu:

Ich bin davon überzeugt: Eine EU-Perspektive für die Türkei ist in unserem gegenseitigem Interesse. Wir alle brauchen ein einiges, friedliches und wirtschaftliches starkes Europa.

Darüber hinaus sprach sich Roth für Reiseerleichterungen zwischen der Türkei und der EU aus.

Roth und Müntefering mit deutsch-türkischen Studierenden der islamischen Theologie
Roth und Müntefering mit deutsch-türkischen Studierenden der islamischen Theologie© AA

Einblicke in die vielfältige türkische Gesellschaft

In weiteren Gesprächen mit Parlamentariern und dem in Deutschland geborenen türkischen Jugend- und Sportminister Cagatay Kilic konnte sich Roth über den aktuellen Stand der bilateralen Beziehungen austauschen.

Nach seinen Treffen mit Vertretern der Ziviligesellschaft, Studierenden der islamischen Theologie und Journalisten des unabhängigen Online-Portals P24 zeigte sich Roth von den offenen Diskussionen beeindruckt:

Eine lebendige Demokratie lebt vom Mitmachen, von Meinungsfreiheit, von Toleranz, Respekt und vor allem: vom kritischen Dialog auf Augenhöhe. Die unterschiedlichen Sichtweisen, die ich in meinen Gesprächen erlebt habe, haben mir – wieder einmal – neue Seiten einer vielfältigen türkischen Gesellschaft gezeigt.

Roth flog im Anschluss an seinen Besuch nach Griechenland weiter, wo er mit Vertretern der neuen griechischen Regierung über die derzeitige Lage im Land sprechen wird.

Weitere Informationen

Deutsch-türkisches Treffen in bewegten Zeiten (15.10.14)

Dichtes Gesprächsprogramm in Istanbul (30.05.14)

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