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Togo: Kultur- und Bildungspolitik Togo

01.07.2019 - Artikel

Kultur

In Togo leben rund 40 Ethnien mit unterschiedlichen sozialen, sprachlichen und kulturellen Eigenheiten und einem großen kulturellen Reichtum.

Zur Förderung der Kulturszene gibt es den Fonds d’Aide à la Culture. Dieser soll der lokalen Kunst-, Kultur- und Literaturszene zugutekommen. Öffentliche Bauten müssen 1% der Bausumme der Kunst am Bau widmen.

Bildung

Das staatliche, kirchliche und private Schulwesen ist insbesondere in städtischen Regionen relativ gut entwickelt. Die Schulbesuchsquote liegt bei 77 Prozent (73 Prozent bei Mädchen, 80 Prozent bei Jungen), 84% der Schüler beenden die Grundschule. Etwa die Hälfte der Kinder im schulfähigen Alter besucht nach der Grundschule auch die weiterführende Schule. Allerdings haben knapp 7 Prozent der Kinder im schulfähigen Alter keinen Zugang zu einer Schule und brechen 23 Prozent der Schüler ihre Schullaufbahn vor Ende der Grundschule ab. Die Analphabetenrate bei Erwachsenen (15 Jahre und älter) liegt bei 33 Prozent. Allerdings ist die Alphabetisierung stark vom sozioökonomischen Umfeld und auch vom Geschlecht abhängig. Während die Alphabetisierungsquote unter Männern bei über 78 Prozent liegt, beträgt sie bei Frauen nur etwa 55 Prozent.

Seit für den Besuch der öffentlichen Vor- und Primarschulen kein Schulgeld mehr erhoben wird, ist es zu einem signifikanten Anstieg der Schülerzahlen, insbesondere unter den Mädchen, gekommen.

Togo hat zwei staatliche Universitäten, Lomé und Kara. An der Universität von Lomé studieren etwa 44.000 Studierende (davon 73 Prozent Männer und 27 Prozent Frauen). An der Universität von Kara gibt es rund 13.000 eingeschriebene Studenten. Seit 2009 wird an den beiden Universitäten nach und nach ein dreigliedriges Studiensystem (Licence, Master und Doctorat, kurz: LMD) nach dem Vorbild der europäischen Bologna-Reform eingeführt. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Unruhen an den Universitäten. Grund hierfür war Kritik an der Studienreform und an schlechten Studienbedingungen sowie Schwierigkeiten bei der Durchsetzung finanzieller Hilfen für Studenten. Die Arbeitsplatzprobleme für Hochschulabgänger sind groß.

Deutsch wird nach Französisch und Englisch als dritte Fremdsprache im Gymnasium als Wahlpflichtfach angeboten und ist auch in der Bevölkerung bemerkenswert weit verbreitet. Es gibt nach der Erhebung der Deutschlehrer von 2015 etwa 92.500 Schüler. An der Germanistikfakultät der Universität Lomé sind rund 1.200 Studenten eingeschrieben.

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