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Investition in die Zukunft: Führungskräfte für Syrien Syrien

20.04.2018 - Artikel

Im achten Kriegsjahr droht in Syrien eine ganze Generation ohne Perspektive heranzuwachsen. Um das zu verhindern finanziert Deutschland über 200 syrischen Nachwuchstalenten ihr Studium an einer deutschen Hochschule.

Außenminister Maas mit den Stipendiaten von Leadership for Syria
Außenminister Maas mit den Stipendiaten von "Leadership for Syria"© Florian Gaertner/photothek.net

Der 28jährige Mustafa Karahamad ist einer der Stipendiaten. Er hat vor kurzem sein Studium in Geschichte und Politik an der Uni Siegen abgeschlossen und hofft, sein Wissen einmal in seiner Heimatregion in der Zeit nach der Krise einbringen zu können. Er ist Mitbegründer der NGO AcadEmpower mit dem Ziel, junge Syrer bei der Ausbildung für den Wiederaufbau ihres Landes zu fördern. Außerdem schreibt er als Redakteur der englisch-arabischen Nachrichtenseite MPC Journal.

Beitrag zur Zukunft Syriens

„Die Ausbildung junger Syrerinnen und Syrer hier in Deutschland ist eine Investition in die Zukunft Syriens, wenn dieser schreckliche Konflikt einmal beendet ist“, betonte Außenminister Heiko Maas bei einem Treffen mit den Stipendiaten am 19. April. Die DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel zog ein positives Fazit des Projekts: „Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben sich in kurzer Zeit an den deutschen Hochschulen eingelebt und den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Sie sind nun in der Lage, nach einem Ende des Krieges in Syrien einen gewichtigen Beitrag bei der Gestaltung der Zukunft ihres Landes zu leisten.“

Vorbereitung auf den Wiederaufbau

Außenminister Maas bei seiner Rede zum Stipendienprogramm Leadership for Syria
Außenminister Maas bei seiner Rede zum Stipendienprogramm "Leadership for Syria"© Florian Gaertner/photothek.net

Nach ihrem Abschluss haben Mustafa und seine Mitstipendiaten vor, entweder ihre wissenschaftliche Karriere mit einer Promotion fortzuführen oder sich zunächst auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies trägt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Deutschland bei – gleichzeitig gewinnen die Absolventinnen und Absolventen praktische Arbeitserfahrung, die sie optimal auf künftige Tätigkeiten im Heimatland vorbereitet. Sie alle verbindet ein vielfältiges gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement und der Wunsch, am Wiederaufbau ihrer Heimat mitzuwirken.

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