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Unterstützung für UN-Missionen in Südsudan und Sudan Sudan

08.12.2014 - Artikel

Die Leiterin der Abteilung für Vereinte Nationen im Auswärtigen Amt reiste Anfang Dezember nach Sudan und Südsudan, um die beiden UN-Missionen zu besuchen und sich ein Bild von der humanitären Lage vor Ort zu machen.

Treffen mit der Menschenrechtskommission
Treffen mit der Menschenrechtskommission© AA

Mitte November hat der Bundestag die Mandate für die Beteiligung Deutschlands an den Missionen der Vereinten Nationen (UNO) in Südsudan (UNMISS) und Darfur/Sudan (UNAMID) verlängert. Die Leiterin der Abteilung für Vereinte Nationen und Globale Fragen im Auswärtigen Amt, Patricia Flor, reiste Anfang Dezember nach Sudan und Südsudan, um die beiden Missionen zu besuchen und sich ein Bild von der humanitären Lage vor Ort zu machen.

Spannungen in Südsudan

Mit Beginn der Trockenzeit haben sich in Südsudan die Spannungen zwischen der Regierungsarmee und den Truppen des ehemaligen Vizepräsidenten erneut verschärft. Die Leiterin der VN-Abteilung sprach hierüber mit Regierungsvertretern und mit der Leiterin der Mission UNMISS, Ellen Margreth Loj. Ein Besuch verschiedener UNMISS-Lager in Dschuba, in denen etwa 100.000 Binnenflüchtlinge Schutz gefunden haben, vermittelten darüber hinaus ein klares Bild der Herausforderung, vor der die Friedensmission steht.

Medizinische Versorgung der Flüchtlinge im Lager Mingkaman
Medizinische Versorgung der Flüchtlinge im Lager Mingkaman© AA

Bei einem Besuch im Flüchtlingslager Mingkaman, ca. 140 Kilometer nördlich von Dschuba, traf sich Flor mit Flüchtlingen und Hilfsorganisationen, die Nahrungsmittel oder medizinische Versorgung bereitstellen. Die angespannte Sicherheitslage in den Herkunftsgebieten der Flüchtenden und die Furcht vor neuen Kämpfen entlang ethnischer Linien verdeutlichen, dass humanitäre Hilfe im jüngsten Staat der Welt auch längerfristig notwendig bleiben wird.

UNAMID gewährleistet humanitäre Hilfe in Sudan

Die gemeinsame Friedensmission der UNO und der Afrikanischen Union in Darfur, UNAMID, operiert seit ihrer Einrichtung 2007 unter schwierigen Rahmenbedingungen. Im Gespräch mit dem Staatssekretär des sudanesischen Außenministeriums unterstrich Flor die zentrale Bedeutung der Mission für die Sicherheitslage in Darfur und für die humanitäre Situation in der Region. Vertreter von humanitären Agenturen der Vereinten Nationen bestätigten, dass humanitäre Hilfe in Darfur ohne die Präsenz von UNAMID kaum geleistet werden könne.

UNAMID-Hauptquartier in El Fasher
UNAMID-Hauptquartier in El Fasher© AA

Bei einem Besuch im UNAMID-Hauptquartier unterrichteten der amtierende Leiter der Mission, Abiodun Oluremi Bashua, und seine Mitarbeiter die deutschen Gäste über die schwierige Gesamtlage, in der die Mission ihr Mandat erfüllen muss. Seit ihrer Einrichtung hat UNAMID 201 Tote zu beklagen, eine der höchsten Verlustraten bei Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

Das Ausmaß der langjährigen humanitären Katastrophe in Darfur wurde bei einem Besuch des Flüchtlingslagers Abu Showk in der Nähe von El Fasher deutlich: Seit mehr als zehn Jahren haben hier 80.000 Menschen aller ethischen Gruppen Darfurs Zuflucht gefunden. In einem Gedankenaustausch mit Vertretern des Lagers informierte sich die Leiterin der VN-Abteilung insbesondere über Möglichkeiten der Förderung von Frauenprojekten.

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