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Unterstützung für demokratischen Weg Sri Lankas Sri Lanka

22.05.2015 - Artikel

Außenminister Steinmeier begrüßte am Freitag (22.05.) in Berlin seinen Amtskollegen Mangala Samaraweera. Im Fokus stand dabei die politische Entwicklung Sri Lankas.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier empfing am Freitag (22.05.) in Berlin seinen Amtskollegen aus Sri Lanka, Mangala Samaraweera. Im Fokus des Austauschs stand dabei die politische Entwicklung des Landes, die deutsche Unterstützung für den Demokratisierungsprozess und der weitere Ausbau der bilateralen Beziehungen auch im wirtschaftlichen Bereich.

Als einen der "wirklich großen Architekten des Wandels in Sri Lanka" hat Außenminister Steinmeier seinen Amtskollegen Samaraweera im Auswärtigen Amt begrüßt. Sri Lankas Außenminister hat sein Amt nach Neuwahlen zu Beginn dieses Jahres angetreten - nachdem er dieses Amt 2007 aus Protest gegen, wie Steinmeier es nannte, den "damals militaristischen Kurs" der Staatsführung niedergelegt hatte. Der politischen Entwicklung Sri Lankas in den vergangenen Monaten zollte der deutsche Außenminister gegenüber seinem Gast Respekt: Man sei nicht nur beeindruckt von der hohen Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen, sondern auch von der friedlichen Machtübergabe und den Reformschritten der neuen Regierung. Deutschland werde Sri Lanka auf seinem Weg der politischen und wirtschaftlichen Konsolidierung "nach Kräften unterstützen", sicherte Steinmeier Samaraweera zu.

Respekt für jüngste Reformschritte des Landes

Deutschland und Sri Lanka unterhalten seit 62 Jahren diplomatische Beziehungen. Außenminister Steinmeier betonte, dass die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen sich in diesen Jahrzehnten sehr entwickelt hätten. Beide Außenminister nutzten die Gelegenheit des Besuchs im Auswärtigen Amt, um historische und diplomatische Dokumente aus der Frühzeit der bilateralen Beziehungen in Augenschein zu nehmen. Minister Samaraweera betonte, Deutschland habe den Menschen in seinem Land "in guten und in schlechten Zeiten" zur Seite gestanden. Er nannte in diesem Zusammenhang die Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie den Ausbau der Berufsausbildung in Sri Lanka.

Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Blick auf den Hafen von Colombo
Blick auf den Hafen von Colombo© Photothek/Grabowsky

Beide Minister sprachen sich zudem für einen weiteren Ausbau der Beziehungen auch im Wirtschaftsbereich aus: Im Jahr 2014 hätten mehr als 100.000 deutsche Touristen den Inselstaat im Indischen Ozean besucht. Deutschland ist wiederum innerhalb der Europäischen Union der größte Abnehmer für Waren aus Sri Lanka. Neben dem Tourismus geht es insbesondere um die Entwicklung des Investitionsstandorts. Hierzu betonte Sri Lankas Außenminister, dass sein Land auch ein "Gateway" zu Indien und Pakistan sei, mit denen Freihandelsabkommen bestünden. Im Hinblick auf die Stärkung der Zusammenarbeit betonte Steinmeier im Anschluss an das Gespräch, dass Deutschland unter anderem Projekte zum sozialen Zusammenhalt, zur Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen und nach Möglichkeit im Bereich der Berufsaubildung unterstützen wolle und erklärte eindringlich: "Sie sind uns ein wichtiger Partner in der Region".

Versöhnungsprozess wichtig für gemeinsame Zukunft

Gemeinsam mit seinen EU-Partnern und mit anderen westlichen Staaten verfolgt Deutschland aufmerksam die Einhaltung der Menschenrechte und auch die Entwicklung der humanitären Lage in Sri Lanka. Nach einem fast dreißigjährigen Bürgerkrieg gilt das Interesse insbesondere der dauerhaften Aussöhnung zwischen den verschiedenen Volksgruppen, allen voran zwischen den die Bevölkerungsmehrheit stellenden Singhalesen und den Tamilen. Dieser Versöhnungsprozess lohne sich und sei Voraussetzung für eine gemeinsame Zukunft, betonte Außenminister Steinmeier in Berlin und ermutigte seinen Gesprächspartner diesen Weg weiterzugehen.

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