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Staatsministerin Böhmer trifft slowenischen Parlamentspräsidenten Slowenien

12.05.2016 - Artikel

Staatsministerin Böhmer empfing den slowenischen Parlamentspräsidenten Dr. Milan Brglez zu politischen Gesprächen im Auswärtigen Amt. Dabei lobte sie die guten bilateralen Beziehungen und würdigte die slowenischen Leistungen bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme.

Staatsministerin Böhmer empfing am 12. Mai den slowenischen Parlamentspräsidenten Dr. Milan Brglez zu politischen Gesprächen im Auswärtigen Amt. Dabei lobte sie die guten deutsch-slowenischen bilateralen Beziehungen und würdigte die slowenischen Leistungen bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme.

Angesichts der zahlreichen aktuellen Herausforderungen tauschten sich Brglez und Böhmer intensiv über neue Perspektiven für die Europäische Union aus. "Es muss uns darum gehen, wieder mehr junge Menschen für Europa zu begeistern, damit der Geist Europas wieder ausstrahlen kann", betonte Böhmer.

"Idee Europas an die junge Generation weitergeben"

Sloweniens Botschafterin Marta Kos Marko, Milan Brglez, Maria Böhmer und zwei slowenische Abgeordnete (v.l.)
Sloweniens Botschafterin Marta Kos Marko, Milan Brglez, Maria Böhmer und zwei slowenische Abgeordnete (v.l.)© AA

Die Idee Europas als gemeinsamer Kulturraum müsse ebenso wie seine humanistischen Werte und die grundlegende Bedeutung der Menschenrechte an die junge Generation weitergegeben werden. Brglez und Böhmer waren einig, dass die Stärkung des inneren Zusammenhalts der schnell gewachsenen EU durch intensiven Austausch in Bildung, Wissenschaft und Kultur vertieft werden müsse. Städtepartnerschaften und Jugendaustausch seien geeignete Mittel, Räume zu schaffen, in denen sich die Völker Europas persönlich begegnen könnten. Florierende Wirtschaftsbeziehungen allein würden dem europäischen Gedanken nicht gerecht.

Staatsministerin Böhmer würdigte auch die Bemühungen Sloweniens in der Flüchtlingskrise, in der mehr als 500.000 Menschen Slowenien als Transitland passierten. Parlamentspräsident Brglez bedauerte, dass es im Zuge der Flüchtlingskrise zu Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raumes gekommen ist. Europa müsse seine Außengrenzen besser schützen, damit die Grenzen im Innern offen bleiben könnten. Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise werde Slowenien weiter solidarisch an der Lösung mitarbeiten und Flüchtlinge im Rahmen der EU-Quote aufnehmen. Sein Land habe bereits nach dem Zerfall Jugoslawiens 70.000 Flüchtlinge aufgenommen, auch wenn die damalige Situation nicht vergleichbar sei und man neue Ansätze zur Integration brauche.

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