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Europa-Staatsminister Roth zu Besuch in Bratislava Slowakei

12.10.2016 - Artikel

Am 10. und 11.10. besuchte Europa-Staatsminister Michael Roth die slowakische Hauptstadt Bratislava. Themenschwerpunkte der Reise waren unter anderem der Dialog mit der Zivilgesellschaft und die Diskussion über den "Post-Bratislava-Prozess".

Am 10. und 11.10. besuchte Europa-Staatsminister Michael Roth die slowakische Hauptstadt Bratislava. Themenschwerpunkte der Reise waren unter anderem der Dialog mit der Zivilgesellschaft und die Diskussion über den "Post-Bratislava-Prozess". Dazu traf der Staatsminister eine Reihe von Gesprächspartnern.

Europa-Staatsminister Roth bei seinem Treffen mit dem slowakischen Außenminister Miroslav Lajčak.
Europa-Staatsminister Roth bei seinem Treffen mit dem slowakischen Außenminister Miroslav Lajčak.© Peter Bánoš/Botschaft Bratislava

Gemeinsam mit seinem slowakischen Amtskollegen, Europa-Staatssekretär Ivan Korčok, eröffnete er die fünfte Sitzung der deutsch-slowakischen Reflexionsgruppe über gemeinsame Bewährungsproben in der EU. Auf dem Terminkalender des Staatsministers standen zudem ein Treffen mit dem slowakischen Außenminister Miroslav Lajčak sowie eine längere Begegnung mit Europa-Staatssekretär Ivan Korčok. In beiden Gesprächen ging es um die Schwerpunkte der slowakischen Ratspräsidentschaft sowie die Herausforderungen, mit denen Europa insbesondere durch die Flüchtlingskrise und den Ausgang des britischen Referendums konfrontiert ist. Roth sagte:

Die Weichen für Europas Zukunft müssen jetzt gestellt werden. Das ist eine schwierige Aufgabe. Mit der Slowakei hat derzeit ein Mitgliedstaat die Ratspräsidentschaft inne, der zu den überzeugten Europäern zählt. Wir werden Europa nur dann weiter erfolgreich voranbringen, wenn alle 27 Mitgliedstaaten an einem Strang ziehen. Dazu bedarf es einer enormen integrativen Kraft, für welche ich der slowakischen Ratspräsidentschaft ausdrücklich danken möchte.
Staatsminister Roth diskutierte mit Studierenden der Wirtschaftsuniversität Bratislava.
Staatsminister Roth diskutierte mit Studierenden der Wirtschaftsuniversität Bratislava.© Peter Bánoš/Botschaft Bratislava

In einem weiteren Gespräch mit dem Regierungsbeauftragten für Roma, Ábel Ravasz, ging es um gemeinsame europäische Strategien zur Verbesserung der Situation der größten ethnischen Minderheit in Europa.

Für Europa als solidarische Wertegemeinschaft kämpfen

Bei einer Diskussionsveranstaltung an der Wirtschaftsuniversität Bratislava wollten die Studierenden vom Staatsminister vor allem wissen, wie man der Bedrohung durch nationalistische und populistische Bewegungen überall in Europa begegnen kann. Europa-Staatsminister Roth sagte dazu:

"Bei meinen Reisen will ich nicht nur ausschließlich mit Politikerinnen und Politikern sprechen. Begegnungen mit der Zivilgesellschaft sind mir mindestens genauso wichtig. Dadurch bekommt man ein gutes Gespür dafür, was ein Land wirklich bewegt. Wir dürfen nicht zulassen, dass Populisten und Nationalisten ein Zerrbild von Europa zeichnen. Sie treiben ein gefährliches Spiel, weil sie vorgaukeln, es gäbe einfache Antworten auf komplexe Fragen. Als überzeugte Europäer müssen wir gemeinsam dagegen halten. Wir dürfen nicht aufhören, für Europa als solidarische Wertegemeinschaft zu kämpfen."

Zum Weiterlesen:

"Aktuelle Themen der deutschen Europapolitik" - Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth an der Wirtschaftsuniversität Bratislava

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