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Steinmeier in Bratislava: Starkes Symbol am Tag der deutschen Einheit Slowakei

04.10.2016 - Artikel

Zum Tag der deutschen Einheit ist Außenminister Steinmeier gestern in die Slowakei gereist. Hier sind historische und aktuelle Themen eng miteinander verwoben.

Warschau, Prag, Budapest, Bratislava – die Namen vieler Städte in unseren östlichen Nachbarländern sind genauso untrennbar mit der deutschen Wiedervereinigung verbunden wie Leipzig oder Berlin. Ohne den Mut der Menschen in zahlreichen Ländern Mitteleuropas wären die friedliche Revolution und das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten nie möglich geworden.

Vergangenheit und Zukunft

Außenminister Steinmeier in Bratislava
Außenminister Steinmeier in Bratislava© Photothek

27 Jahre nach dem Fall der Mauer ist Außenminister Steinmeier darum nach Bratislava gereist, um hier gemeinsam mit dem slowakischen Außenminister Miroslav Lajčák den 3. Oktober zu feiern. Auf Einladung des deutschen Botschafters kam Steinmeier mit seinem slowakischen Amtskollegen Miroslav Lajčák und zahlreichen Gästen zusammen. Zuvor hatte er sich mit dem Premierminister der Slowakei Róbert Fico getroffen und sich mit ihm intensiv über europäische Themen ausgetauscht.

Außenminister Steinmeier bei seiner Festrede zum Tag der deutschen Einheit in Bratislava
Außenminister Steinmeier bei seiner Festrede zum Tag der deutschen Einheit in Bratislava© photothek.net

Bratislava ist nicht nur ein wichtiger Ort für die deutsche und europäische Geschichte, sondern genauso relevant für die Zukunft Europas. „Genauso wie damals die friedliche Revolution auf den Mut des slowakischen Volkes angewiesen war, ist die Europäische Union heute und in Zukunft auf den Beitrag der Slowakei und der anderen Visegrád-Staaten angewiesen“, sagte Steinmeier in seiner Festrede. Die „Visegrád-Gruppe“ ist ein Zusammenschluss der Staaten Polen, Tschechien, Ungarn und Slowakei.

„Geist von Bratislava“

Außenminister Steinmeier mit Premierminister Róbert Fico
Außenminister Steinmeier mit Premierminister Róbert Fico© Photothek.net

Noch bis zum Ende des Jahres hat die Slowakei den Vorsitz im Ministerrat der EU. Mitte September trafen sich darum die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten in Bratislava. Seitdem ist oft vom „Geist von Bratislava“ die Rede: Angesichts neuer Herausforderungen wie dem Brexit oder großen Migrationsbewegungen haben Mitgliedsstaaten auf der Burg von Bratislava einen Reflexionsprozess angestoßen.

Am Tag der deutschen Einheit verbindet Bratislava auf diese Weise europäische Geschichte und Zukunft. Seinen Dank an die Slowakei für die Wiedervereinigung verband Steinmeier in seiner Rede darum mit einem Appell: „Europa ist ein gemeinsames Projekt. Es benötigt die Kreativität von allen und es benötigt Flexibilät“, so Steinmeier.

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