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Kultur- und Bildungspolitik Schweden

Artikel

Stand: März 2018

Kultur

Kultur- und Demokratieministerin ist seit Oktober 2014 Alice Bah Kuhnke (Grüne). Öffentlichkeitswirksamste Maßnahme war ihre Ankündigung, Eintrittsgelder zu den meisten staatlichen Museen abzuschaffen hat. Die Museen verzeichnen seither mehr Zulauf, bildungsferne Schichten wurden allerdings nicht mobilisiert. Weitere Prioritäten sind u.a. Kunst in sozialen Brennpunkten, antirassistische Aufklärung sowie die Reform der Filmförderung.

Die Kulturförderung wurde in den letzten Jahren teilweise dezentralisiert. Dadurch wirken die schwedischen Regionen  stärker bei der Verteilung der entsprechenden Mittel mit.

Das Schwedische Institut (Svenska Institutet, SI) in Stockholm, welches dem Außenministerium unterstellt ist, befasst sich mit dem Bild Schwedens im Ausland und in geringem Umfang auch mit Auslandskulturarbeit.  Inhaltlich konzentriert es sich auf  Themen wie  Design, Mode, Popmusik und Gastronomie.

Bildung und Forschung

Bildungsminister ist Gustav Fridolin (Grüne), Ministerin für Gymnasien Anna Ekström (Sozialdemokraten) und Ministerin für Hochschulen und Forschung Helene Hellmark Knutsson (Sozialdemokraten).

Das schwedische Schulsystem ist zweistufig, mit einer neunjährigen Grundschule und einem dreijährigen Gymnasium (berufsqualifizierend und/oder hochschulorientiert). Ziel ist, möglichst alle Schüler zum Gymnasialabschluss zu führen und möglichst vielen Schülern den Zugang zur Hochschulbildung zu eröffnen. Knapp 90 Prozent aller Schüler besuchen das Gymnasium.

In Schweden gibt es 53 Hochschulen, davon 14 staatliche Universitäten und 22 staatliche Hochschulen. Das Studium an den staatlichen Hochschulen und Universitäten ist für Studierende aus dem EWR-Raum kostenfrei.

In den letzten Jahren sind sowohl im Schul- als auch im Hochschulbereich zahlreiche Reformen umgesetzt worden. Die schwedischen Resultate der letzten PISA-Studie zeigen jedoch eine negative Tendenz und großen Einfluss sozialer Faktoren auf den Lernerfolg. Hinzu kommt ein zunehmender Lehrermangel.. Nicht zuletzt die Schulen in freier Trägerschaft sind umstritten.  Gewinnorientierung, mangelnde Transparenz und soziale Segregierung, aber auch erzieherische Konzepte religiöser, insbesondere muslimischer Schulen werden kontrovers diskutiert..

Für Forschung und Entwicklung werden jährlich rund 3,5 Prozent des BIP ausgegeben – einer der weltweit höchsten Anteile.

Die schwedische Forschung hat beachtliche Erfolge vorzuweisen, vor allem auf den Gebieten der Technik und der Lebenswissenschaften. Einrichtungen wie das Karolinska Institutet und die Königlich-Technische Hochschule in Stockholm oder Chalmers in Göteborg sind weltweit renommiert.

Ein wichtiges aktuelles Projekt für den Forschungsstandort Schweden ist der Bau der Europäischen Neutronen-Spallationsquelle (ESS) in Lund.


Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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