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Europa-Staatsminister Roth in Schweden: Gelebte Solidarität Schweden

23.10.2015 - Artikel

Am Donnerstag (22.10.) reiste Europa-Staatsminister Michael Roth nach Schweden. Im Gespräch mit dem Minister für Justiz und Migration sowie der Arbeitsministerin bestätigten beide Seiten die enge Zusammenarbeit Deutschlands und Schwedens, auch in der Flüchtlingsfrage.

Am 22.10. reiste der Staatsminister für Europa, Michael Roth, nach Schweden. Neben Gesprächen mit dem Minster für Justiz und Migration sowie der Arbeitsministerin besuchte Roth eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge und ein Integrationsprojekt für Frauen. Abschließend war er zu Gast in der Universität Stockholm.

Staatsminister Roth bei seinem Besuch des Integrationsprojekts Livstycket.

In der Erstaufnahmeeinrichtung informierte sich Roth zunächst über die Ankunft und Registrierung der Flüchtlinge in Schweden. Später erfuhr er beim Besuch des Integrationsprojekts „Livstycket“, wie dort Frauen ‎mit Migrationshintergrund geholfen wird, sich in der schwedischen Gesellschaft einzufinden. In dieser Situation, in der Schweden und Deutschland zu den besonders betroffenen Ländern in der Flüchtlingsfrage gehörten, sei es umso wichtiger, sich auszutauschen und eng zusammen zu arbeiten, äußerte sich Roth. Sowohl bei den Verfahren als auch bei Integrationsmodellen könne man voneinander lernen, so Roth weiter.

Deutschland und Schweden: Enge Kooperation

Staatsminister Roth mit Justizminister Morgan Johansson und Arbeitsmarktministerin Ylva Johansson

Roth traf außerdem den Minister für Justiz und Migration Morgan Johansson und die Arbeitsministerin ‎Ylva Johansson. Beide Seiten bekräftigten die gute und enge Kooperation, auch in der Flüchtlingsfrage.

„Schweden und Deutschland ‎üben Solidarität und ziehen an einem Strang. Wir wollen Vorbild sein, um andere EU-Staaten davon zu überzeugen, dass wir nur mit einer gemeinsamen europäischen Antwort der Flüchtlingsfrage begegnen können. Deshalb werden wir uns auch weiterhin zusammen mit unseren schwedischen Partnern für einen dauerhaften Verteilungsmechanismus in der EU einsetzen. Alle EU-Partner sollten einen Beitrag leisten. Auch können wir nur gemeinsam die Bekämpfung der Fluchtursachen und die Stabilisierung der Transitländer in Angriff nehmen“, hob der Staatsminister hervor.

Am Abend hielt Roth auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Universität Stockholm eine Rede und diskutierte mit Studierenden und NGOs. „Sowohl in Schweden als auch in Deutschland können wir derzeit sehr dankbar sein für das immense ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das beeindruckt und berührt mich immer wieder“, schloss Roth ab.

Zum Weiterlesen:

Common challenges need European answers: how to strengthen solidarity in the EU. (Rede von Europa-Staatsminister Roth in Stockholm)

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