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Sambia: Wirtschaft und Umwelt Sambia

23.04.2019 - Artikel

Aktuelle Lage und Entwicklungstendenzen

Sambia verfügt über reiche Bodenschätze (vor allem Kupfer, Kobalt, Edelsteine) und große Wasserressourcen, ein insgesamt gemäßigtes Klima und ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Durch die Viktoriafälle, den Karibasee und mehrere Nationalparks mit hoher Wildtierdichte sowie anderer landschaftlich reizvoller Attraktionen verfügt das Land zudem über ein enormes touristisches Potenzial.

Nachdem Sambias Wirtschaft in der letzten Dekade um durchschnittlich sieben Prozent gewachsen war, betrug das Wachstum 2014 noch rund 5,6 Prozent. 2016 und 2017 verlangsamte sich das Wachstum deutlich auf 3,8 Prozent 2016 und 3,5 Prozent 2017 (Quelle: gtai). 2018 betrug das Wirtschaftswachstum 3,3 Prozent (Quelle: Weltbank). Ähnliches wird für 2019 erwartet.

Zwar hat Sambia die schwere Wirtschafts-, Energie und Finanzkrise 2015/16 hinter sich gebracht, eine nachhaltige Erholung ist aber bisher nicht eingetreten.  Die Staatsverschuldung lag 2018 bei etwa 65 % des BIP, Tendenz steigend (Quelle gtai).

Trotzdem wird aufgrund des in den letzten Jahren gestiegenen Pro-Kopf-Einkommens Sambia von der Weltbank als „lower middle income country“ (1.006 – 3.975 US-Dollar) klassifiziert. Der Anteil der Personen, die in Armut leben, beträgt allerdings weiterhin rund 60 Prozent.

Wichtige Wirtschaftszweige

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Sambias sind der Bergbau, die Landwirtschaft, das Bauwesen und der Groß- und Einzelhandel. Zusätzlich stützt sich die Wirtschaft auf Zuwächse in den Bereichen Transport und Kommunikation, Tourismus, sowie im Dienstleistungssektor.

Außenhandel

Im Jahr 2017 belief sich der Wert aller Warenexporte aus Sambia Schätzungen zufolge auf circa 8,2 Mrd. US-Dollar (Quelle: Weltbank), der aller Einfuhren auf circa 8,8 Mrd. US-Dollar (Quelle: Weltbank).

Die mit Abstand wichtigsten Exportgüter bleiben Kupfer und andere Bergbauprodukte (circa 74 Prozent). Ein positiver Trend im Bereich der Non-traditional-Exports (NTE) hat sich gefestigt, diese machen mittlerweile konstant circa 26 Prozent der sambischen Exporte aus. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind neben Rohstoffen (Rohöl und Eisen), die hauptsächlich aus den Nachbarländern kommen, auch Maschinen und Fahrzeuge sowie weitere Investitionsgüter für den Bergbau.

Die bedeutendsten Handelspartner für den Import sind Südafrika, China und die Demokratische Republik Kongo. Im Exportbereich zählen auch China, die Schweiz, Südafrika und Singapur sowie die Demokratische Republik Kongo zu den wichtigsten Zielländern. Insgesamt ist jedoch Europa wichtigster Handels-, Investitions- und Entwicklungspartner.

Sambia ist durch seine Mitgliedschaft in der Southern African Development Community (SADC) und im Common Market for Eastern and Southern Africa (COMESA) in die Regionalwirtschaft einbezogen. Zusätzlich zur SADC und dem COMESA ist der asiatische Wirtschaftsraum für sambische Im- und Exporte von zunehmender Bedeutung.

Umweltpolitik

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Thema des Sechsten Nationalen Entwicklungsplanes (2013–2016) Sambias, in der Überarbeitung allerdings kein eigener Schwerpunkt mehr. Der Fokus liegt auf der Vermeidung/Umkehr der fortschreitenden Entwaldung, dem Erhalt der Wildtierbestände sowie einer Verhinderung der Verarmung und Verminderung der Natur und von Feuchtbiotopen. Hierzu gehören unter anderem Wiederaufforstungen, nachhaltiges Landmanagement, die Aussetzung von Nashörnern in verschiedenen Natur- und Nationalparks sowie die Überprüfung und Stärkung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Schutz und Erhalt der Umwelt (Novellierung des Forstgesetzes, der Naturschutzgesetzgebung und des Kulturerbegesetzes).

Sambia zählt zu den Ländern mit den weltweit höchsten Abholzungsraten. Wilderei hat drastisch zugenommen und gerichtlich wird derzeit über die Zulassung von Bergbauaktivitäten in Nationalparks gestritten.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Sambia ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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