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Sambia: Außenpolitik Sambia

23.04.2019 - Artikel

Beziehungen zu anderen Staaten

Sambia betreibt eine generell multilateral ausgerichtete, konstruktive und überwiegend um Ausgleich bemühte Außenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der guten Beziehungen mit den direkten Nachbarstaaten sowie der regionalen Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika  (SADC), des gemeinsamen Markts für das Östliche und Südliche Afrika (COMESA) und der Afrikanischen Union. In der Afrikanischen Union stellt das Land seit Anfang 2017 den Kommissar für Handel und Industrie. Sambia ist Mitglied im Peace and Security Council der AU und übernahm im August 2018 den Vorsitz der Leitungstroika des SADC-Gremiums für Frieden und Sicherheit. Das Land  hat sich sehr für den friedlichen Übergang in Simbabwe engagiert und bemüht sich im Konzert mit anderen zur Lösung der innenpolitischen Spannungen in DR Kongo.

Intensivere Beziehungen hat Sambia insbesondere zu seinen acht Nachbarstaaten und zu den wichtigsten Geberländern (darunter Japan, USA, Großbritannien, Deutschland, den nordischen Staaten, Kanada sowie der EU). Wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner in Afrika bleibt Südafrika, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo. Sambia ist als Mitglied der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC), des Gemeinsamen Marktes im südlichen und östlichen Afrika (COMESA), der Internationalen Konferenz „Große Seen“ (ICGLR) und der Afrikanischen Union (AU) in diversen regionalen und kontinentalen Foren vernetzt.

Die COMESA hat ihren Sitz in Lusaka. Mit gegenwärtig 19 Mitgliedstaaten ist sie die größte der acht von der Afrikanischen Union anerkannten Regionalen Wirtschaftsgemeinschaften. Sie hat die Stärkung regionaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Entwicklung zum Ziel.

Die Volksrepublik China bleibt in Sambia sehr aktiv. Chinesische Delegationen besuchen Sambia regelmäßig und bekunden das Interesse Chinas an weiteren Investitionen, besonders im Bergbausektor und in der Bauindustrie, aber auch verstärkt in anderen Bereichen wie etwa der Energie, hier unter anderem der Wasserkraft. Inzwischen zählt China zu den wichtigsten Investoren in Sambia.

Flüchtlinge

Bei Konflikten in der Region hat Sambia immer wieder vergleichsweise viele Flüchtlinge aufgenommen (v.a. aus der DR Kongo und Angola). Sambia ist seit Sommer 2017 verstärkt Zielland von Flüchtenden aus DR Kongo. Über 70.000 Flüchtlinge aus DR Kongo leben derzeit in Sambia, hauptsächlich in zwei Flüchtlingslagern im Norden und Nordwesten des Landes.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Sambia ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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