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Beziehungen zu Deutschland Salomonen

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Stand: November 2018

Diplomatische Beziehungen zwischen den Salomonen und Deutschland wurden am 11. Juli 1978 aufgenommen, wenige Tage nach der Unabhängigkeit der Salomonen von Großbritannien. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Staaten sind freundschaftlich und problemlos. Die deutsche Botschafterin in Canberra/ Australien, ist auch auf den Salomonen akkreditiert. 

Das bilaterale Handelsvolumen lag im Jahr 2016 bei etwa 2,9 Millionen EUR: Deutschland führte von den Salomonen Waren im Wert von 2,2 Millionen EUR ein, während die Ausfuhr auf die Salomonen 0,64 Millionen EUR betrug. In der Rangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland liegen die Salomonen auf Platz 141 (Importe nach Deutschland) bzw. Rang 212 (Exporte auf die Salomonen). 

Deutschland unterstützt vor allem über seine substantiellen Beiträge an die Europäische Union die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Salomonen. Die EU ist in der Region ein wichtiger Geber von Entwicklungshilfe. Schwerpunkt i.R. des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) auf den Salomonen ist die nachhaltige ländliche Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Kapazitätsaufbaus. 

Die Salomonen sind auch in die enge klimapolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit den Staaten der Südpazifik-Region eingebunden. Bei dem Seminar „Seismologie und Tsunami-Frühwarnung“ des Geoforschungszentrums Potsdam im Juli 2010 waren auch die Salomonen vertreten. 

Im Kontext der COP 23 in Bonn im November förderte das Auswärtige Amt ein Journalisten-Training, in dessen Rahmen 10 Journalisten aus pazifischen Inselstaaten die Gelegenheit bekamen, nach Bonn zu reisen und von der Klimakonferenz zu berichten. Parallel nahmen Sie an einem Medientraining der Deutschen Welle teil. Aus den Salomonen nahmen drei Journalistin an der Reise teil.

Das von der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) durchgeführte Regionalprojekt „Klimawandel in der Pazifischen Inselregion“ (2009-2018) wurde unter anderem auch auf die Salomonen ausgeweitet. Vor allem wurden dort in der Provinz Choiseul zwischen 2012 und 2017 Aktivitäten zu Nahrungssicherung, Forstwirtschaft und Küstenfischerei über einen Mehrebenen- und Multipartneransatz implementiert. 

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative „IKI“ des Bundesumweltministeriums (BMUB) wurde außerdem in mehreren Staaten im Südpazifik, darunter in den Salomonen, ein Projekt zur Erhaltung und Nutzung von Mangroven zum Küstenschutz durchgeführt. Seit 2013 wird i.R. der Initiative auch das Regionalprojekt „Bewahrung der Meeresbiodiversität im Süd-Pazifik (MACBIO ) umgesetzt, das ebenfalls auf den Salomonen durchgeführt wird. Die Salomonen sind ferner an einem Projekt zum Erhalt der tropischen Wälder als Beitrag zum Klimaschutz beteiligt.  

Daneben unterstützt die zuständige deutsche Botschaft in Canberra immer wieder auch verschiedene kleinere Projekte auf den Salomonen. 2015 wurde die Wasser- und Abwasserversorgung im Süden der Choiseul Provinz ausgebaut. In Honiara wurde eine Computer- und Sekretariatsschule, die Computertraining für Schulen anbietet, mit dem Ausbau von 10 weiteren Trainingsplätzen unterstützt. 2017 wurde eine Meerwasserentsalzungsanlage für eine Kranken- und Entbindungsstation in der Western Province finanziert und für eine Schule in den entlegenen Reef Islands (Temotu Province) Klassenzimmermöbel, PC und Drucker beschafft.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

East Rennell, Salomonen
East Rennell, Salomonen © picture alliance / Photoshot

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