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Steinmeier begrüßt Kampf gegen Korruption in Rumänien Rumänien

12.01.2016 - Artikel

Außenminister Steinmeier hat am 12.01. mit seinem rumänischen Amtskollegen Lazar Comanescu unter anderem über Korruptionsbekämpfung und die Lage in Moldau gesprochen.

Außenminister Steinmeier hat am 12.01. seinen rumänischen Amtskollegen Lazar Comanescu empfangen. Bei dem Gespräch ging es um den Kampf Rumäniens gegen die Korruption, die gegenwärtige Lage in Europa und die anstehenden Beratungen auf EU-Ebene zu Rumäniens Nachbarland Moldau.

Die rumänische Hauptstadt Bukarest
Die rumänische Hauptstadt Bukarest© picture-alliance / dpa

Großer Freund Deutschlands

„Wir wissen in Dir einen großen Freund Deutschlands.“ Mit diesen Worten empfing Außenminister Steinemeier seinen rumänischen Amtskollegen Comanescu im Auswärtigen Amt in Berlin. Und dieses gute Verhältnis der Regierungen ist unterfüttert durch traditionell enge und freundschaftliche Beziehungen auf gesellschaftlicher Ebene. Denn durch die deutschstämmige Minderheit in Rumänien und zahlreiche rumänische Arbeitskräfte in Deutschland sind beide Länder eng miteinander verwoben.

Korruptionsbekämpfung fördert Investitionsklima

Dieses enge Verhältnis spiegelt sich auch in der Wirtschaft wieder. Deutschland ist Handelspartner Nummer eins Rumäniens und über 10.000 deutsche Firmen sind in dem Land zwischen Balkan und Schwarzmeer aktiv. Und es gibt noch Luft nach oben: Die Regierung hat sich ein ehrgeiziges Reformprogramm vorgenommen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter zu steigern und so attraktiver für ausländische Investitionen zu werden. In diesem Zusammenhang nannte Außenminister Steinmeier nach seinem Gespräch mit Comanescu auch die Korruptionsprävention: „Wir beide sind uns völlig einig darüber, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Investitionen aus dem Ausland und dem erfolgreichen Kampf gegen Korruption im Inland. Beides gehört zusammen.“ Er sei froh, so Steinmeier weiter, dass es hier zuletzt Fortschritte gegeben habe und die neue Regierung besonderen Ehrgeiz zeige, um auch mit Blick auf die Fortschrittsberichte der EU-Kommission noch mehr zu erreichen.

Krisen in Europa überwinden

Außenminister Steinmeier mit seinem rumänischen Amtskollegen Comanescu
Außenminister Steinmeier mit seinem rumänischen Amtskollegen Comanescu© Auswärtiges Amt

Zu den weiteren Gesprächsthemen der beiden Außenminister gehörte auch die aktuelle Lage in Europa. Diese sei, so Steinmeier, derzeit von einer „mindenstens dreifachen Krise“ geprägt: den Spätfolgen der Finanzkrise, dem anstehenden Austrittsreferendum in Großbritannien sowie der aktuellen Flüchtlingsproblematik. „Wir beide persönlich wollen daran mitwirken dass die Krisen in Europa überwunden werden“, sagte Steinmeier nach dem Treffen.

Auch die aktuelle Lage in Moldau, einem direkten Nachbarland Rumäniens, stand auf der Agenda. Denn am 18.01. werden in Brüssel die EU-Außenminister darüber beraten, wie auf die gegenwärtig instabile Lage in dem Land reagiert werden soll. Denn der zuvor erfolgreich beschrittene Reformpfad, so Steinmeier, sei in Gefahr geraten. Als Nachbar gehöre Rumänien zu den entscheidenden Gesprächspartnern, so Steinmeier, und deshalb sei er seinem Amtskollegen dankbar für seine Einschätzungen in dieser Frage.

Zum Weiterlesen

Länderinformationen Rumänien

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